Das zehnte Oberstadtlerfest setzte neue Bestmarken

Nach Hitze ein Sommernachtstraum

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Viele Gruppen, darunter auch die "Greither 9 Hausband" lockten die Besucher in Scharen zum Oberstadtlerfest.

Weilheim – „Uff, ist das heiß!“ Wer gegen Mittag und am frühen Nachmittag auf das Oberstadtlerfest ging, der hörte den Seufzer von allen Seiten. So hohe Temperaturen hatte Initiatorin Christine Sußbauer wohl nicht mit ihrer Prophezeiung „Heuer wird’s schee“ gemeint.

Dass jedoch sonst wirklich alles zum Sommernachtstraum werden sollte, das war in jeder Beziehung richtig. Das Jubiläumsfest sollte im Verlauf des Abends neue Bestmarken in Sachen gemütliches Feiern setzen. 

Oberstadtlerfest in Weilheim

Doch zurück zum Beginn. Als der Trommlerzug des Heimat- und Trachtenvereins Punkt 11 Uhr das Fest ankündigte, legten fleißige Hände noch die letzten Bodenmatten, wurden Stände fertiggestellt, Pizzaböden belegt, Steaks mariniert und die Band „Die Moorbuam“ machte ihren Soundcheck. Die ersten Auftritte der Vereine gerieten zu „Hitzeschlachten“, bei denen den Zuschauern im Schatten schon die Schweißperlen am Körper herunterliefen. Doch je tiefer die Sonne sank, umso mehr strömten die Gäste zu den Bänken vor den drei Bühnen und entlang des Stadtbachs.

Musikalisch erklangen Oldies und neuere Ohrwürmer von allen Seiten. Füße, Hände und Körper wippten im Takt und es dauerte nicht lange bis zu den ersten Tanzeinlagen der Besucher vor der Hauptbühne und der Bühne am Rathausplatz. 

Zu einem Jubiläum gehören auch Ehrungen sowie Danksagungen an die teilnehmenden Vereine und Sponsoren. Gegen 18.30 Uhr beschrieb Schirmherr Bürgermeister Markus Loth das Fest bei dieser Gelegenheit als nicht aus dem Veranstaltungskalender wegzudenkendes Sommerhighlight und dankte der Vorstandschaft herzlich. 

Spätestens zu diesem Zeitpunkt waren alle Plätze restlos ausgebucht, die Böschungen am Stadtbach dienten als Ersatz. Wer neu hinzukam, brauchte vor allem Geduld und Glück auf der Suche nach Sitzmöglichkeiten. Vergessen war die Hitze. Die mittäglichen Seufzer wechselten zu „Mei, is des schee“. Eine Wielenbacherin hatte einen ganz besonderen Tag: „Ich habe vor zehn Jahren hier meinen Mann kennengelernt. Seither sind wir immer wieder dabei.“

Je später der Abend, desto spektakulärer wurden die Aufführungen. Die der Rhönradgruppe und die Feuershow der Vagantis waren kaum an Atmosphäre zu überbieten. Der verdiente Applaus übertönte sogar die Lautsprecherboxen der Bands. Gemütlich gefeiert wurde bis Mitternacht, wie Christine Sußbauer am Tag danach erklärte. „Gegen 24 Uhr waren kaum noch Gläser und Pfandmarken vorhanden. Teilweise gingen die Getränke aus. Für mich war es ein gefühlter Besucherrekord. Wir danken dem Publikum für die tolle Stimmung bis zum Schluss“, zeigte sich die Veranstalterin zufrieden.

Von Georg Müller

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