Mit Umweltschutz Geld sparen

»Ökoprofit-Betrieb 2018«: Weitere 14 Unternehmen für Ideen und Engagement ausgezeichnet

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Organisatoren und Unternehmer nach der Urkundenübergabe.

Region – Mit Umweltschutz Betriebskosten sparen ist das erklärte Ziel von Ökoprofit. Auch heuer haben sich 14 Unternehmen aus den Landkreisen Starnberg, Weilheim-Schongau und Bad Tölz-Wolfratshausen mit verschiedenen Umwelt- und Ressourcen-Projekten an der Ökoprofit-Runde beteiligt.

Im Starnberger Landratsamt nahmen sie ihre Urkunden in Empfang. Vor 20 Jahren fing die Münchner Arqum GmbH im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen mit einigen Betrieben an, deren Schwachstellen im Sinne eines verbesserten Umweltschutzes ausfindig zu machen. Es ging auch um Einsparung von Energie und der Vermeidung von Abfällen. In gemeinsamer Runde wurde überlegt, wie sich beides unter einen Hut bringen lässt. Der Landkreis Starnberg kam 2005 dazu, Weilheim-Schongau ist seit 2009 dabei.

Der Starnberger Landrat Karl Roth erinnerte an den Einzug ins heutige Landratsamt vor 20 Jahren. „Damals hatten wir einen Computer und es hieß, vielleicht kommt irgendwann ein zweiter Rechner dazu“, so Roth. Heute seien es über 550, der Einzug von EDV und IT habe das Haus grundlegend verändert. Dem werde heute, bei der Erweiterung der Kreisbehörde, Rechnung getragen. „Geplant ist ein energieautarker Anbau“, schilderte der Landrat weiter und beschreibt so die Veränderungen, die durch Umwelt- und Klimaschutz in fast jede Planung Einzug gehalten hätten.

Weilheims Vize-Landrätin Regina Bartusch freute sich, dass mit dem Klinikum Penzberg und der Schleicher Fahrzeugteile GmbH, ebenfalls aus Penzberg, zwei große heimische Unternehmen der Ökoprofit-Runde angehören. Der Tölzer Wirtschaftsförderer Andreas Roß sieht gute Beispiele durch „seine“ beteiligten Unternehmen, die bereits einige Nachahmer gefunden hätten.

Die Ökoprofit-Unternehmen haben in den vergangenen Monaten wieder etwa 70 umweltentlastende Maßnahmen umgesetzt, etwa im Bereich Mobilität, in dem sie beispielsweise häufiger auf Videokonferenzen anstatt Vor-Ort-Termine umgestiegen sind. Auch bieten einige Unternehmen ihren Mitarbeitern und Kunden E-Ladesäulen für Fahrräder und Pkw an. Bei der Wolfratshauser Lengersdorf GmbH werden die gefertigten Produkte in ökologische Kunststoffe verpackt, rund 50 Prozent an Plastik wird so eingespart. Beim Internationalen Bildungszentrum GIZ in Feldafing wurden an die Mitarbeiter Laptops ausgegeben, damit jeder entsprechend seinen persönlichen Bedürfnissen arbeiten kann und so auch die Arbeitswege (und Umweltbelastung) wegfallen. Und im Klinikum Penzberg setzt man auf eine neue energiesparende IT-Struktur und bietet rund um das Klinikgebäude drei E-Ladesäulen an. Insgesamt sparen die teilnehmenden Unternehmen im Jahr etwa 370 000 Kilowattstunden und 150 000 Kilowatt Wärme. Auch die CO2-Emissionen werden damit um jährlich 270 000 Kilogramm reduziert, rund 10 000 Kilogramm sind es weniger Abfall. Der finanzielle Wert dagegen ist eher gering: Bei rund drei Millionen Euro an Investitionen stehen 220 000 Euro an Einsparungen gegenüber.

Auch Neueinsteiger sind im Ökoprofit Projekt willkommen. Interessierte Unternehmen können sich unter Tel. 089/12109940 melden. Weitere Informationen gibt es auch bei der Umweltberatung des Landratsamtes Starnberg unter Tel. 08151/148/442. 

po

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