Großes Besucherinteresse beim "Tag der offenen Moschee" in Peißenberg

Neugierig auf den Islam

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Was ist der Islam? Wer war Muhammed? Was denken Muslime über Jesus?  Gemeindevorstand Necdet Akbas und Harun Gök antworteten gern auf die Fragen der Besucher.

Peißenberg – Wie sieht eine Moschee von innen aus? Welche Unterschiede gibt es im Glauben? Am vergangenen Samstag, dem Tag der deutschen Einheit, öffneten die Moscheen in Deutschland ihre Türen weit für neugierige Mitbürger.

In Peißenberg war das Interesse dieses Mal spürbar größer als in den Vorjahren. „Wir sind seit vier Jahren dabei und ich habe den Eindruck, es werden heute mehr Besucher“, schätzte Gemeindevorstand Necdet Akbas gegen 13.30 Uhr. Und er sollte damit Recht behalten.

Kamen die Gäste kurz vor Mittag erst paarweise, waren es am Nachmittag bereits Gruppen, die sich ein eigenes Bild vom Islam aber auch von der Moschee in der Bergwerkstraße machen wollten. Überraschend vor allem für die Erstbesucher der Moschee waren die Freundlichkeit und Offenheit, die ihnen entgegengebracht wurden.

Um gerüstet zu sein, hatten sich die Verantwortlichen gut vorbereitet. Neben dem Gemeindevorstand und seinem Vertreter beteiligten sich zwei junge Muslima an den Führungen durch den Gebetsraum und das Haus. Wer wollte, hatte auch Gelegenheit, als Gast beziehungsweise stiller Beobachter am Mittagsgebet teilzunehmen. Ein Angebot, von dem gern Gebrauch gemacht wurde. Die islamische Gemeinde in Peißenberg hat etwa 70 Mitglieder. Beim traditionellen Freitagsgebet vergrößert sich die Anzahl der Gläubigen um 50 Prozent. Bei besonderen Anlässen kann ihre Zahl bis auf 400 wachsen.

Mittlerweile nehmen auch immer mehr Flüchtlinge die Gelegenheit zum Gebet wahr. „Wir haben etwa 30 Personen, die zu uns kommen“, erklärte Akbas im Gespräch mit dem Kreisboten.

Christliche Besucher aus dem gesamten Landkreis bekundeten am „Tag der offenen Moschee“ ihr Interesse am Islam. „Wir kennen Moscheen aus der Türkei und wollten das Haus in Peißenberg kennen lernen, seine Atmosphäre auf uns wirken lassen, sie hautnah erleben“, beschrieb ein Ehepaar aus Hohenpeißenberg seine Besuchsgründe. Den Gästen fielen auf den ersten Blick die Unterschiede in der Ausgestaltung aus. „In der Türkei sind die Moscheen prächtiger, hier ist alles schlichter“, stellte eine Besucherin fest.

von Georg Müller

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