Informationsveranstaltung in Weilheim über den „Schulbau in Afrika“

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Reiner Meutsch (stehend) und Landrat Stefan Rößle (vo.3.v.re.) informierten im Weilheimer Sparkassensaal die Kommunalpolitiker. Vo.li. Initiatorin Uta Orawetz.

Weilheim – Kurz vor der großen Charity-Show „Abenteuer Weltumrundung“ mit Live-Auftritten bekannter Künstler in der Stadthalle waren am Montag Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Weilheim-Schongau zu einer Informationsveranstaltung über den „Schulbau in Afrika“ eingeladen.

Angestoßen hatte den Vortrag im Sparkassensaal die Weilheimer Stadträtin und DERPART Reiseexpertin Uta Orawetz mit einer Bitte an Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Bürgermeister Markus Loth, die ihrerseits Kommunalpolitiker einluden. Stefan Rößle, Landrat des Donau-Ries Landkreises, und der Gründer der Fly & Help Initiative, Reiner Meutsch, berichteten über ihre persönlichen Erfahrungen. Orawetz hat bereits erfolgreich Spenden für eine Weilheimer DERPART-Schule im westafrikanischen Togo gesammelt. Der Schulbau kostet rund 50 000 Euro. 10 000 Euro fehlen noch, im Februar 2020 soll die Schule eingeweiht werden.

In ihrer Begrüßung appellierte Orawetz eindringlich an die Anwesenden und forderte zur Nachahmung auf. Bei Rößle kam die Initialzündung vor drei Jahren bei einer Charity-Show. Der gedankliche Vergleich – ein Schulbau in Deutschland kostet rund 50 Mio. Euro, dafür könnte man in Afrika 1 000 Schulen bauen – gab den Ausschlag. „Unser erstes Ziel waren zehn Schulen, das haben wir in einem Jahr erreicht. Nächstes deutschlandweites Ziel sind 1 000 Schulen, die alle von Kommunen gebaut werden sollen“, berichtete Rößle. Nach zweieinhalb Jahren ist die Bilanz für den Landkreis Donau-Ries äußerst erfolgreich: 29 Schulprojekte wurden initiiert, davon wurden bereits 22 gebaut und übergeben. „Ich war bei einer Einweihung in Malawi dabei und habe die riesige Freude bei den Kindern und Eltern erlebt. Das ist ein unglaublich tolles Gefühl, wenn man sagen kann: ‚Wir haben eine Schule gebaut‘,“ resümierte der Landrat. Nicht fehlen durfte in seinem Vortrag der Tipp, wie man an Spendengelder kommt. Wichtige Ansprechpartner sind aus seiner Erfahrung Kommunen, Unternehmer sowie Einzelpersonen, die auch bei Veranstaltungen gewonnen werden können.

Meutsch überzeugte in der Rede durch sein eigenes Vorbild. Bislang eröffnete seine 2009 gegründete Initiative 369 Schulen in 47 Ländern, unter anderem in Afrika, Asien und Südamerika. Einen Schwerpunkt legte er auf den Wir-Gedanken. „Nicht der Meutsch macht das, wir tun es“, bekräftigte er. Die Stiftung „Fly & Help“ ist als Verbraucherstiftung gemeinnützig anerkannt. Alle Spenden und ihre Verwendung werden im Internet öffentlich gemacht . „Heute Abend werden Sie noch mehr erfahren“, beendete Meutsch seine Vorstellung mit Blick auf die folgende Charity-Show.

Von Georg Müller

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