Orientierung und Aufgabe – Erfahrungsbericht vom Freiwilligen Sozialen Jahr an der Weilheimer Musikschule

Die Freiwillige Katharina Schleich an ihrem Arbeitsplatz in der Musikschule. Foto: Stangl

Die meisten Jugendlichen gehen entweder noch zur Schule oder beginnen gerade eine Ausbildung. Katharina Schleich hat einen anderen Weg gewählt. Nach der Realschule beschloss die 16-Jährige ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Kultur zu machen. Seit September 2010 arbeitet sie nun in Vollzeit an der Weilheimer Musikschule. Wie es dazu kam und was sie nun alles zu tun hat, berichtete sie KREISBOTEN-Mitarbeiterin Veronika Stangl in einem Interview.

Was hat Sie dazu bewogen, ein FSJ an der Musikschule in Weilheim zu machen? Schleich: „Ich wollte nach der Schule auf jeden Fall ein FSJ machen, weil ich nicht gleich an der FOS weiterlernen wollte. Eigentlich dachte ich an ein FSJ im sozialen Bereich, doch dann las ich einen Flyer zum FSJ Kultur an der Weilheimer Musikschule. Die Aufgaben, die beschrieben wurden, haben mich interessiert. Also habe ich mich beworben. Beim Bewerbungsgespräch war ich endgültig über- zeugt, dass ich das machen will und wurde auch genommen. In der Schule macht man ja auch Praktika, aber man weiß trotzdem nicht, was man danach machen will. Deshalb schien mir das FSJ Kultur eine gute Orientierungsmöglichkeit.“ Haben Sie einen besonderen Bezug zur Musik? Schleich: „Naja, ich spiele Klavier, aber das habe ich privat gelernt, nicht an einer Musikschule. Das FSJ Kultur an einer Musikschule zu machen, war nicht unbedingt geplant, es hat sich eben so ergeben.“ Welche Aufgaben übernehmen Sie an der Musikschule? Schleich: „Ich organisiere die Leistungsprüfungen der Musiker, die Vorspielabende, schreibe die Programme dafür und kümmere mich um die Öffentlichkeitsarbeit. Ich betreue auch die Bläserklasse der Hauptschule mit und erledige Verwaltungsaufgaben wie Rechnungen schreiben. Außerdem helfe ich beim Projekt ‘Trauminstrument’ mit. Dabei bereite ich zusammen mit einer Kollegin Probeunterricht vor, in dem Interessierte verschiedene Instrumente einfach mal ausprobieren können. Ab Juli starte ich dann mein eigenes Projekt.“ Was würden Sie sagen, bringt einem Jugendlichen ein FSJ Kultur? Schleich: „Man kann sich orientieren, was man in der Zukunft machen will und lernt mit Menschen umzugehen. In Seminaren und Workshops trainiert man seine sozialen Kompetenzen. Da ein FSJ ein Jahr dauert, hat man wirklich die Chance, einen Einblick in die Arbeitswelt zu erhalten.“

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