Veranstalter zufrieden mit 19. Oberland Ausstellung in Weilheim

Mehr Besucher bei Orla 

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Gespannt sahen die Besucher zu, wie sich der Rauch im Haus verteilt. Michael Schenk beantwortete Fragen, wenn es Unklarheiten gab.

Weilheim – Die Besucherzahl von 2011 ist geknackt! Heuer waren 32 920 Besucher (2011: 32 000) auf der Oberland Ausstellung. Veranstalter Josef Schmid ist sehr zufrieden. Vor allem am letzten Tag, am Sonntag, herrschte eine tolle Atmosphäre.

Dazu trug auch die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Weilheim bei. Jeder wollte die Orla und auch Weilheim aus 30 Metern Höhe sehen. Im Dachsbräu-Festzelt herrschte bunter Betrieb. „Es war ein tolles Bild. Die Trachtenjugend machte Musik und die Goaßlschnalzer auf den Tischen schnalzten über die Köpfe der Besucher“, sagte Schmid. 

Heuer gab es ein sehr buntes Programm. Von Rock’n’Roll- Tänzern bis zu Rettungsaktionen am Klettergarten. Wer eine schöne Flechtfrisur wollte, war bei der Trachtenjugend genau richtig. Junge und ältere Damen flochten schöne Muster in die Haare der meist jungen Besucherinnen im Zelt des Kreisjugendrings. Wie funktioniert eigentlich ein Rauchmelder und wie verteilt sich der Rauch im Haus, wenn es mal brennt? Das erklärte Michael Schenk von der Weilheimer Feuerwehr am Stand der Feuerwehrjugend. Gespannt hörten junge, aber auch ältere Besucher zu.  

Mehr Bilder gibt es hier:

Orla: Mehr Besucher als vor zwei Jahren

Die 320 Aussteller gaben positives Feedback und einige haben sich auch schon für die nächste Ausstellung in zwei Jahren angemeldet. „Das wird eine Jubiläums-Orla werden. Dann ist es die 20. Ausstellung in Weilheim“, erklärte Schmid. Da möchte er sich etwas Besonderes einfallen lassen. Ideen werden momentan noch gesammelt. Mehr über die 19. Oberlandausstellung in Weilheim lesen Sie auf unserer Sonderseite in der heutigen Ausgabe. 

Von Alma Jazbec

Zeller statt Aigner 

Politprominenz und Handwerksmeister fehlten bei Eröffnungsfeier

Ein Empfang mit geladenen Gästen im Festzelt hat Tradition zum Auftakt der Orla. Bei der Eröffnungsfeier am 2. Oktober musste Landrat Dr. Friedrich Zeller für die „terminlich verhinderte“ Ministerin Ilse Aigner als Festredner einspringen. Auf dem Podium fehlte diesmal auch ein Repräsentant des Handwerks: Kreishandwerksmeister Stefan Zirngibl hatte kurzfristig abgesagt. Zirngibl habe wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier mitgeteilt, „dass er krankheitsbedingt ausfällt“, sagte Weilheims Bürgermeister Markus Loth unserer Zeitung beim anschließenden Messerundgang. Entschuldigen ließ sich unter anderem auch der neu gewählte Stimmkreisabgeordnete Harald Kühn (CSU), dafür hatte seine Amtsvorgängerin Renate Dodell am Ehrentisch Platz genommen. Einen seiner letzten Auftritte als Bundestagsabgeordneter absolvierte der Bernrieder Klaus Breil von der FDP. Die Orla, hob Bürgermeister Loth in seiner Begrüßungsrede hervor, zähle zu den Veranstaltungen, „welche die meisten Besucher in unserer Kreisstadt bringt“ und stelle damit den Slogan „Weilheim zieht an“ eindrucksvoll unter Beweis. Für die Aussteller stehe das „in-Kontakt-kommen“ mit den Besuchern und potenziellen Kunden im Vordergrund. Neben bewährten „Dauerbrennern“, wie den Themen Bauen, Wohnen und Energie sparen, verwies Loth auf das abwechslungsreiche Bühnenprogramm auf der Orla, die Aktionstage und Sonderschauen. Dass sich die nach München wechselnde Bundesministerin Ilse Aigner (CSU) entschuldigen ließ, hatte sich mittlerweile rumgesprochen. Erst habe er sich geschmeichelt gefühlt, die Festrede halten zu dürfen, bis er erkannt habe, als „Notlösung“ für die verhinderte „Kronprinzessin der CSU“ herhalten zu müssen, scherzte Landrat Dr. Friedrich Zeller, um dann mit einem Zitat von Julius Cäsar noch eins draufzusetzen: „Lieber der Erste in der Provinz als der Zweite in Rom.“ Als „größte und bedeutendste Verbraucherschau in der Region“ habe sich die „von dem Familienunternehmen Schmid perfekt organisierte Orla“ etabliert, holte Zeller aus und sparte nicht mit Lob für die Kreisstadt. „In Weilheim ist der Bär los“, stellte Zeller fest. Die Informations- und Verbraucherschau, die heuer zum 19. Mal ausgerichtet wurde, biete der regionalen Wirtschaft, den Betrieben aus Handel, Handwerk, Industrie und Dienstleistung eine ideale Plattform und darüber hinaus den Ehrenamtlichen Gelegenheit, sich einer breiten Bevölkerung zu präsentieren, sagte Zeller. Die Besucher könnten sich hier die verschiedensten Produkte von geschultem Fachpersonal erklären lassen. Was den Landrat noch freute: „Dass wir heuer mit einem gscheiten Bier vom ortsansässigen Dachsbräu anstoßen können.“

Von Maria Hofstetter

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