Pollinger feiern Festakt – Dorferneuerung war mit vielen Steinen gepflastert

Neu gestaltete Ortsmitte eingeweiht

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Den Segen für die fertiggestellte Ortsmitte spendete Pfarrer Martin Weber. Rechts im Bild Bürgermeisterin Felicitas Betz.

Polling – Es hat einige Jahre Geduld, Arbeit und viel Geld gebraucht, um die Ortsmitte des Klosterdorfs zu sanieren. Vergangenes Wochenende übergab Bürgermeisterin Felicitas Betz den frisch hergerichteten Ortskern mit einem Festakt an die Bürger.

Der Aufwand hat sich gelohnt, wie die Gäste auf ihrem Weg vom Kirchplatz entlang der Tassilo-Straße zum Glas-Anwesen feststellen konnten. Gefeiert wurde unter weiß-blauem Himmel vor dem Vereinshaus der Trachtler. Für ihre Rede hatte Betz das Kästner-Zitat „Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen“ gewählt. Denn der Weg zur Fertigstellung des Gesamtprojektes „Ortsmitte“ war reichlich mit Steinen gepflastert. So konnten bei der inzwischen abgeschlossenen Dorferneuerung mangels Geld einige Wünsche nicht realisiert werden.

Weitere Steine fielen 2012 buchstäblich aus der Klostermauer. Nach Abstimmung mit dem Denkmalschutz wurden der Rückbau des maroden Mauerteils beschlossen und die Steine für den späteren Wiederaufbau gesichert. Nach der lange erwarteten Förderzusage des Amtes für ländliche Entwicklung konnte 2014 mit dem Wiederaufbau der Klostermauer, der Befestigung des Bachbetts sowie der neuen Wasserleitung und Straßenführung begonnen werden.

2015 wiederholte sich das Prozedere in der Tassilostraße. Der Russengraben wurde neu gefasst, Bäume wurden gesichert, Sitzplätze am Bach angelegt. „Wir haben in diesem Jahr eine extrem aufwändige Baumaßnahme auf engstem Raum in direkter Nachbarschaft zu Kindergarten und Schule bewältigt. Dank der Kooperation zwischen den Beteiligten hat alles hervorragend geklappt“, freute sich Betz. Mit der neuen Ortsmitte sei „etwas sehr Schönes geschaffen“ worden. Die Gesamtkosten bezifferte sie mit 830 000 Euro. Im Gegenzug wurden der Gemeinde von Ämtern und Landesstiftung 269 000 Euro Fördermittel zugesagt. Wege und Straßen spielten auch in der Segnung durch Pfarrer Martin Weber die Hauptrolle: „Sie sind ein Symbol für unseren Lebensweg und stehen über das rein Funktionale hinaus für unser Leben“, sagte er.

von Georg Müller

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