Rathaus, Tagespflege und Einheimischen-Modell

Pähl steht vor großen Bauprojekten

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Bei der „Kleinen Schule“ in Pähl wird das neue Rathaus mit einer Nutzfläche von circa 900 qm entstehen. Die Räumlichkeiten des alten Rathauses werden für die Offene Ganztagsschule genutzt. Auf dem Bild Bürgermeister Werner Grünbauer mit Plänen.

Pähl – Für ein Rathaus untypisches fröhliches Stimmengewirr hört Bürgermeister Werner Grünbauer immer wieder, wenn er an seinem Schreibtisch arbeitet. Es kommt vom früheren Sitzungssaal, der direkt an sein Amtszimmer angeschlossen war. Der Raumnot der Grundschule geschuldet ist daraus ein Klassenzimmer geworden. Die Sitzungen des Gemeinderats finden inzwischen im Pfarr- und Gemeindezentrum statt.

Wenn es nach Werner Grünbauer geht, könnte schon ab 2022 im neuen Pähler Rathaus getagt werden. Bei der ehemaligen „Kleinen Schule“ wird mit einer Nutzfläche von rund 900 qm ein zeitgemäßes Rathaus mit einem Sitzungssaal entstehen, für das Gesamtkosten von 2,5 bis drei Millionen Euro eingeplant wurden. Zwei Architekturbüros haben inzwischen Konzepte vorgelegt, über deren Details noch entschieden werden muss. Wichtig ist dabei ein CO2-neutrales Energiekonzept, in das auch die Kleine Schule mit dem Gemeindearchiv, das Feuerwehrhaus, der Bauhof und das Schützenheim integriert wird. Klärungsbedarf besteht auch noch bei der Frage, ob die Gemeinde die Arbeiten selbst ausschreibt oder einen Erschließungsträger beauftragt. Das jetzige Rathaus wird nach dem Auszug von der Schule nachgenutzt, wenn die Offene Ganztagsschule kommt.

Ein zweites Projekt liegt Bürgermeister Grünbauer am Herzen: Auf einem circa 7 000 qm großen zentralen Grundstück soll parallel zum Rathausneubau ein „Zentrum für Tagespflege“ entstehen. Für zwanzig Plätze, einem offenen Mittagstisch, Praxen für Arzt und Physiotherapie sowie Mitarbeiter-Wohnungen. Erweiterungsmöglichkeiten für 24 Stunden- oder Kurzzeitpflege werden bei der Planung berücksichtigt. Das von einem Betreiber geführte Zentrum soll interkommunal arbeiten und auch für Seniorinnen und Senioren aus der Region wie Raisting, Wielenbach oder Andechs zugänglich sein. Für die Realisierung werden sämtliche mögliche Fördermittel geprüft.

Konkret in Planung und Umsetzung ist ein neues Einheimischen-Modell in Vorderfischen mit zwanzig Grundstücken, wobei auch Mehrgeschosswohnungen nicht ausgeschlossen sind. Derzeit werden Planungsentwürfe angefertigt, die noch im ersten Halbjahr der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Bürgermeister Grünbauer konnte sich in den letzten Monaten und Wochen intensiv um diese drei Projekte kümmern, da er persönlich nicht vom Kommunalwahlkampf tangiert war. Er wurde bereits im Mai 2017 für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt.

Von Dieter Roettig

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