Beim Start helfen

Pählerin wirbt für Projekt aus Senegal und bittet um Unterstützung

Symbolfoto: Ackerland in Senegal.
+
Eine Pählerin möchte vier jungen Senegalesen bei ihrem Traum einer eigenen Landwirtschaft unterstützen.

Pähl/Senegal – Vier junge Männer aus dem Senegal möchten sich den Traum vom eigenen Landwirtschaftsunternehmen erfüllen. Dabei brauchen sie jedoch Unterstützung.

„Die Initiatoren sind vier junge Senegalesen, die ich persönlich kenne und die ich bei der Realisierung ihres Projekts unterstützen möchte“, teilt Birgitta Vater aus Pähl mit. „Einer der Gründer ist Mame Ndiaga Sarr Gueye – er war Asylbewerber hier in Deutschland und lebte auf der Hirschbergalm in Pähl. Als Bürger eines sogenannten sicheren Herkunftslandes wurde sein Antrag auf Asyl in Deutschland abgelehnt und er kehrte in sein Heimatland Senegal zurück. Als Mitglied des Pähler Asyl-Helferkreises habe ich Mame kennen- und schätzengelernt. Auch nach seiner Rückkehr in den Senegal waren wir in regem Kontakt. Ich habe ihn in seinem Heimatland besucht und dabei seine drei Freunde kennengelernt“, berichtet Vater weiter.

Mame Ndiaga, Djbril, Tamba und Aboubakrin lernten sich bei einer gemeinsamen Weiterbildung zum Thema „Moderne und nachhaltige Landwirtschaft“ der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) kennen. Die GIZ versucht durch Kurz-Schulungen vor Ort jungen Menschen eine Perspektive aufzuzeigen und sie zum Aufbau eines eigenen Klein-Unternehmens zu motivieren.

Zwischen Perspektivlosigkeit und Aufbruch

Viele junge Menschen im Senegal sehen sich mit schwierigen wirtschaftlichen Situationen konfrontiert. Sie finden sich zwischen Tradition, Perspektivlosigkeit und Aufbruch wieder. Doch die Vier wollen sich dadurch nicht abhalten lassen. Sie wurden als Kinder einfacher Bauern schon sehr früh in der Feldarbeit eingesetzt und konnten daher viele Erfahrungen und Kenntnisse über die Landwirtschaft sammeln. Auch verfügen sie über eine gute schulische Ausbildung.

„Mich überzeugt ihr Vorhaben, das Land ganzjährig, auch außerhalb der Regenzeit, zu bewirtschaften und nach der jeweiligen Erntezeit durch Konservierung, Weiterverarbeitung und moderne Trocknungsverfahren den Verkauf ihrer Produkte ganzjährig zu gewährleisten. Diese Verfahren sind neu und versprechen den Zugang zu einem neuen und vielversprechenden Markt“, sagt die Unterstützerin des Projekts.

„Zur Realisierung der Ideen fehlen aber finanzielle Mittel, die weder NGOs noch lokale Banken in Form von Krediten zur Verfügung stellen – und die schnell das Aus für unzählige Ideen und Träume bedeuten“, schildert Vater die Problematik. Daher möchte sie „für Interesse und Unterstützung für das Projektvorhaben werben und möglichst viele Menschen für eine Spende gewinnen. Die Gründer würden sich über jeden Beitrag freuen“, so die Pählerin. „Das gesammelte Geld soll dafür verwendet werden, den Start für die wichtigsten Anschaffungen zu ermöglichen: Kauf von Land, Brunnenbau und Installation einer Pumpe, technische Ausstattung wie Solarpanels, Bewässerungssystem, Werkzeug wie Harken, Rechen, Spaten, Schubkarren, Kauf von Saatgut und Dünger. Alle Spenden werden von mir direkt und ohne Abzüge an die Gründer weitergeleitet und persönlich übermittelt“, versichert Vater.

Konto für Spenden

„Agrarprojekt Senegal“

IBAN: DE74 7035 1030 0032 5654 00

Kontoinhaberin: Birgitta Vater

Ein kurzes Kennenlernvideo der Initiatoren gibt es ebenfalls:

Von Kreisbote

Bilder, Videos und aktuelle Ereignisse aus Ihrer Heimat: Besuchen Sie den Kreisboten Weilheim-Schongau auch auf Facebook.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Das Landratsamt öffnet wieder seine Türen
Das Landratsamt öffnet wieder seine Türen
Für mehr Summ und Brumm - 25 000 Bienen ziehen in den Swiss Tree Observer
Für mehr Summ und Brumm - 25 000 Bienen ziehen in den Swiss Tree Observer
Neues Drive-in-Testzentrum in Weilheim
Neues Drive-in-Testzentrum in Weilheim
Personalengpass im Bau- und Maschinenbaubereich mit Fachkräften auf Zeit überbrücken
Personalengpass im Bau- und Maschinenbaubereich mit Fachkräften auf Zeit überbrücken

Kommentare