Parkplatz wird Busstation - Schienenersatzverkehr bis 13. Juni auf der Bahnlinie Weilheim-Tutzing

Bereits seit dem 4. Mai werden allabendlich die letzten Züge zwischen Tutzing und Weilheim im Schienenersatzverkehr mit Bussen durchgeführt. Die Bahnstrecke ist derzeit immer von 22.15 bis 5.45 Uhr gesperrt, da dort die alten Oberleitungsmasten entfernt und durch neue ersetzt werden.

„Es werden insgesamt 210 neue Doppel-T-Träger mit Hilfe eines sogenannten ,Rammbärs’ in den Boden gerammt. Das ist leider ziemlich lärmintensiv“, so Dietmar Mildner von der beauftragten Baufirma SPL. „An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der DB Regio Bayern bei allen Anwohnern der Bahnstrecke Weilheim-Tutzing für ihr großes Verständnis bedanken. Denn die Baumaßnahmen haben ihnen teilweise schlaflose Nächte bereitet. Das Austauschen der Oberleitungsmasten wird bis zum 30. Mai abgeschlossen sein. Der nachfolgende Teil der Bauarbeiten ist dann weniger laut“, verspricht Christian Weigenand, DB Netz-Leiter des Regionalnetzes Karwendel. Die Baumaßnahmen seien nötig, da die Oberleitungsanlage bereits 80 Jahre alt und nicht mehr wirtschaftlich sei. „Es ist sinnlos, eine Konstruktion zu erhalten, die eigentlich nur noch Flickwerk und technisch total veraltet ist. Das lohnt sich nicht, da sich deren Verschleiß nicht aufhalten lässt“, schildert Weigenand den derzeitigen Zustand der Anlage. Vom 2. bis 13. Juni wird der Streckenabschnitt durchgehend gesperrt. Dann werden etwa 15 Kilometer Oberleitung neu gespannt und die alte Anlage entfernt. Für die Baumaßnahme werden insgesamt 2,7 Millionen Euro bereitgestellt. „Wir haben den Termin für die Arbeiten so gelegt, dass möglichst wenig Schüler und Pendler von der Totalsperrung betroffen sind, also auf die Pfingstferien, wenn die Schüler ohnehin frei haben und auch viele Pendler Urlaub nehmen“, so Weigenand. Auch das letzte Ferienwochenende sei nicht mehr von der Sperrung betroffen, da es sich bei der Strecke um eine stark frequentierte Ausflugsroute handle. Während der Sperrung werden zwischen Weilheim und Tutzing Ersatzbusse verkehren. Die Züge werden deshalb bereits in München bis zu 20 Minuten früher abfahren, damit in Weilheim die planmäßigen Anschlüsse in Richtung Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck erreicht werden. Aus Richtung Garmisch/Weilheim kommen die Ersatzbusse etwa 15 Minuten später in Tutzing an, so dass in München Anschlüsse teilweise nicht erreicht werden können. Im Fern- verkehr sind von der Sperrung nur vier Züge am 6. Juni zwischen München und Garmisch betroffen. An diesem Tag sollen Ersatzbusse für die gesamte Strecke eingesetzt werden. „Damit wir einen reibungslosen Ablauf des Schienenersatzverkehrs garantieren können, benötigen wir die Hälfte des Park+Ride-Parkplatzes am Tutzinger Bahn- hof“, erklärt Reinhold Laun, Niederlassungsleiter von Oberbayernbus in Weilheim, die den Schienenersatzverkehr übernehmen. „Der Teil des Parkplatzes wird gesperrt, damit die Busse dort halten können.“ Die Deutsche Bahn empfiehlt, bereits bei der Reiseplanung eine frühere Verbindung zu wählen. Eine Sonderbroschüre zu den Bauarbeiten und den Verbindungen im Schienenersatzverkehr liegt in den DB-Reisezentren aus. Weitere Informationsmöglichkeiten sind die Bayerntext-Tafel 700, die Service-Nummer der Bahn 0180/5996633 und die Homepage www. bahn.de/bauarbeiten.

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