Peißenberger Genossen stellen Gemeinderatsliste vor

SPD will "10 plus X"

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Das SPD-Kandidatenteam für die Kommunalwahl. Die genaue Reihung nach Listenplätzen: 1. Hans Streicher, 2. Uschi Einberger, 3. Robert Halbritter, 4. Nicole Bals, 5. Georg Karl, 6. Claudia Hain, 7. Peter Blome, 8. Peter Jungwirth, 9. Andreas Stoß, 10 Ayse Akbas, 11. Bernd Schewe, 12. Stefan Roth, 13 Dr. Klaus Geldsetzer, 14. Max Maar, 15. Tobias Schilcher, 16. Conny Voggenauer, 17. Werner Schilcher, 18. Conny Fischer, 19. Ernst Schober, 20. Claudia Bichlmeyr, 21 Florian Pongratz, 22. Hartmut Gast, 23. Toni Zacharioudakis, 24. Jutta Geldsetzer. Ersatzkandidaten: Lutz Stark und Wolfgang Eibl.

Peißenberg – „...a runde Sach´ für unsern Ort!“, lautet der SPD-Wahlspruch für die Kommunalwahl in Peißenberg. Wie originell der Slogan ist, darüber lässt sich sicher streiten.

Die kürzlich anberaumte SPD-Nominierungskonferenz war aber zumindest schon einmal eine „runde Sache“. Die vom Ortsvereinsvorstand präsentierte Kandidatenliste für den Gemeinderat wurde von den 37 anwesenden Stimmberechtigten einstimmig abgesegnet.

Ein Gezerre um einzelne Listenplätze gab es nicht. Stattdessen demonstrierten sich die Genossen selbstbewusst und optimistisch: Neben dem Chefsessel im Rathaus will man mindestens „10 plus X“ Mandate holen und stärkste Fraktion im Marktrat bleiben. „Es ist beruhigend, wenn ein Bürgermeister-Kandidat ein starkes, geschlossenes Team an seiner Seite weiß. Ihr seid tolle Kandidaten“, schwärmte Frontmann Hans Streicher über seine Mitstreiter. 

Das Ziel „10 plus X“ sei ganz bewusst „hoch gegriffen“. Die Liste, so der Vize-Rathauschef, repräsentiere „ein breites Bild der Peißenberger Bevölkerung“ und stehe gleichermaßen für „Konstanz, Kontinuität und Erneuerung“. Ziel sei es, den Ort „ohne parteipolitische Scheuklappen voranzubringen“.

Wie schon bei der Wahl 2008 haben die Peißenberger Genossen ihre Liste erneut für parteilose Kandidaten geöffnet. Immerhin die Hälfte der 24 Bewerber treten ohne SPD-Parteibuch an. Das Altersspektrum reicht von 18 bis 67 Jahren und die berufliche Bandbreite vom Apotheker, Lehrer und Makler bis hin zum Rechtsreferendar, Lkw-Fahrer und Zollbeamten. Von den amtierenden Gemeinderäten verzichtet lediglich Thomas Ambos auf eine erneute Kandidatur. Auch Jutta Geldsetzer strebt nicht mehr mit aller Macht in das Gremium: Die SPD-Ortsvereinschefin geht vom letzten Listenplatz aus ins Rennen – und das „auf persönlichen Wunsch“, wie von ihr am Rande der Aufstellungskonferenz zu erfahren war: „Auf der SPD-Kreistagsliste will ich aber einen guten Platz“, so Geldsetzer. 

Neu im SPD-Kandidatenteam ist unter anderem Nicole Bals, die gleich auf einem vorderen Listenplatz eingereiht wurde. Die 38-Jährige ist die Gattin von Bauhofleiter Roman Bals und beruflich als Qualitätsmanagerin im Klinikum Starnberg tätig. Ein Zeichen im Bereich „Integration“ setzen die Genossen wiederum mit der Kandidatur von Ayse Akbas. Die Mutter von fünf Kindern ist vor Ort in der islamischen Gemeinde aktiv.

An ihrem Wahlprogramm wollen SPD-Kandidaten in den nächsten Wochen feilen. Eckpfeiler, soviel verriet Streicher, sollen der innerörtliche Hochwasserschutz, die Schaffung von finanzierbarem Wohnraum für Familien und Gewerbe sowie die Forderung nach einem umfassenden Energienutzungsplan sein. Laut Spitzenkandidat wolle man zudem die „Rigi-Rutsch´n“ weiter aufpolieren und Akzente im Städtebau (Stichwort: Jugendzentrum) setzen. Allerdings: „Es wird keine finanziellen Luftschlösser geben“. Zwischen 1990 und 2008 habe sich unter CSU-Herrschaft ein riesiger Investitionsstau aufgetürmt, an dem man jetzt leide. Streicher nannte exemplarisch die teuren Sanierungen an der Mittelschule und Glückauf-Turnhalle: „Wenn da früher mehr gemacht worden wäre, hätten wir jetzt nicht die Probleme.“

Von Bernhard Jepsen

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