1. kreisbote-de
  2. Lokales
  3. Weilheim

Baustart für kombinierten Geh- und Radweg in Peißenberg

Erstellt:

Von: Bernhard Jepsen

Kommentare

Spatenstich Radwegenetzt Peißenberg
Beim Spatenstich mit dabei: (v.li.) Matthias Reichhart, Thomas Sloof (Strohmaier), Frank Zellner, Robert Miller (Strohmaier), Thomas Schamper, Christian Quecke, Manfred Fischer und Christoph Kalmus (beide Ingenieurbüro Fischer). © Jepsen

Peißenberg – Es ist das bislang größte und laut Rathausmitarbeiter Thomas Schamper auch „das beste Projekt“ im Zuge der Umgestaltungsbemühungen für die Peißenberger Ortsdurchfahrt: Die Rede ist vom kombinierten Geh- und Radweg auf der Westseite der Schongauer Straße zwischen Sulzer Straße und Stadelfeld. Nun fand der symbolische Spatenstich für die rund 1,25 Millionen Euro teuren Bauarbeiten statt.

„Ich hoffe, dass der Bau einen guten und sicheren Verlauf nimmt. Ich freue mich schon darauf, wenn ich im Herbst das erste Mal mit dem Rad von der Sulzer Straße bis zum Stadelfeld durchfahren kann“, erklärte Bürgermeister Frank Zellner (CSU) beim Spatenstich-Zeremoniell. Der 675 Meter lange Radweg bedeutet quasi einen „Lückenschluss“ im Radwegenetz zwischen Peißenbergs beiden großen Ortsteilen. Er schafft von der Sulzer Straße eine direkte Verbindung zum inzwischen ausgebauten Stadelfeld und damit Richtung Einkaufspark an der Hochreuther Straße.

Für die technischen Planungen ist das Leipheimer Ingenieurbüro Fischer verantwortlich, die Bauausführung wird die Firma Strohmaier übernehmen. In die Konzeption wurde unter anderem ein Experte für Sicherheitsaudits und die Behindertenbeauftragte des Landkreises eingebunden. Im Herbst sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die Idee für den Radwegbau war ursprünglich im Zuge von Bürgerwerkstätten entstanden. Laut Gemeinderat Matthias Reichhart (Bürgervereinigung) ist das Projekt ein Zeichen dafür, „dass sich die Gemeinde bemüht, Vorschläge von Bürgern umzusetzen.“ Das hieße: „Bürger können sich wirklich einbringen und etwas bewegen.“ Ähnlich äußerte sich Reichharts Gemeinderatskollege Christian Quecke (CSU/Parteilose): „Es ist ein Radweg von Bürgern für Bürger.“ Bis das Projekt fördertechnisch eingetütet war, musste die Gemeinde allerdings ordentlich zittern. Der Geh- und Radwegebau, im Zuge dessen auch die Bushaltestelle an der Ostseite der Schongauer Straße umgestaltet und eine Querungshilfe zum Bahnhofswegerl errichtet wird, fiel kurzfristig aus der subsidiären Städtebauförderung, weil es noch einen spezielleren, allerdings weniger lukrativen Zuschusstopf gab. „Das hat uns einige schlaflose Nächte bereitet“, erklärte Bürgermeister Zellner im Rückblick. Zum Glück jedoch wurde das Förderprogramm „Stadt und Land“ neu aufgelegt und zwar mit einem Fördersatz von letztlich 80 Prozent. Bis die Gemeinde den Zuschlag erhielt, musste sie eine ganze Litanei an Formalien erfüllen. „Herr Schamper hatte quasi eine Telefonstandleitung zum Zuschussgeber“, berichtete Zellner. Letztlich lief aber alles nach Plan. Der Radwegbau in Peißenberg ist eines der ersten Projekte, das im Raum „Oberbayern“ unter dem Schirm des neuen Förderprogramms umgesetzt wird.

Bilder, Videos und aktuelle Ereignisse aus Ihrer Heimat: Besuchen Sie den Kreisboten Weilheim-Schongau auch auf Facebook.

Auch interessant

Kommentare