Kommt der "Schandfleck" bald weg?

Neue Pläne rund um das Finsterwalder-Anwesen – Lob vom Gemeinderat

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So soll das „Finsterwalder-Anwesen“ bebaut werden: Im Westen mit zwei Reihenhausanlagen und einem Doppelhaus, in der Mitte mit zwei Geschosswohnungsbauten und im Osten an der Ludwigstraße mit einem Geschossflächenbau unter anderem für betreutes Wohnen.

Peißenberg – Die Brandruine an der Ecke „Ludwigstraße/Ebertstraße“ befindet sich seit vielen Jahren in einem Dornröschenschlaf.

2013 hatte es zwischendurch einmal Pläne für eine Bebauung gegeben – nicht nur für die Brandruine, sondern auch für die dahinter liegende Freifläche entlang der Ebertstraße. Doch die Siedlungsbau Schwaben Wohnungsbau GmbH & Co. KG verfolgte das Projekt als Investor nicht mehr weiter, als von den Fachbehörden unter anderem bezüglich des Hochwasserschutzes hohe Auflagen gestellt wurden.

Nun aber scheint sich rund um das „Finsterwalder-Anwesen“ wieder etwas zu tun: Wie es in der jüngsten Sitzung des Peißenberger Marktrats hieß, habe eine neue Interessentengruppe – Bürgermeisterin Manuela Vanni spricht von einem „örtlich verbundenen Architekturbüro“ – mit den Grundstückseigentümern eine Einigung für eine städtebauliche Nutzung erzielt. Geplant sind demnach im westlichen Bereich zwei Reihenhausanlagen und ein Doppelhaus. Richtung Osten sollen zwei Gebäude für Geschosswohnungsbau folgen, und an Stelle der Brandruine ist ein größeres Gebäude zur Unterbringung von betreuten Wohnungen sowie mehreren kleineren Gewerbeeinheiten samt Tagescafé vorgesehen. Der Innenhof zwischen den Geschosswohnungsbauten soll als öffentlich zugänglicher Platz mit Spielgeräten für Kinder gestaltet werden. Die Planung wurde bereits mit dem Wasserwirtschaftsamt abgestimmt.

Im Marktrat wurden die neuen Pläne ausdrücklich gelobt. Sie würden sich an der Ursprungskonzeption des Bebauungsplans orientieren und seien baulich wesentlich abgespeckter und verträglicher als die Entwürfe des vorherigen Investors. Der Gemeinderat stimmte dann auch einhellig einer Änderung des Bebauungsplans „An der Ludwigstraße II“ zu. „Der ganze Ort wird begeistert sein, dass der Schandfleck endlich verschwindet“, erklärte Rathauschefin Vanni.

Von Bernhard Jepsen 

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