Bürgermeisterin Vanni verteilt an ausscheidende Markträte

Reichlich Lob zum Abschied

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Von Bürgermeisterin Manuela Vanni (vo.li.) verabschiedet: (v.l.) Heidi Ehle (CSU/Parteilose, 12 Jahre Mitglied im Gemeinderat), Martin Lehner (CSU/Parteilose, 6 J.), Thomas Ambos (SPD, 3 J.), Matthias Reichhart (Bürgervereinigung, 6 J.), Andreas Stoß (SPD, 1 J.), Petra Bauer (Bürgervereinigung, 6 J.), Thomas Altendorfer (Bürgervereinigung, 12 J.), Petra Maier (CSU/ Parteilose, 12 J.), Hans Streicher (SPD, 24 J.). Hedi Resch (CSU/Parteilose, 24 J.). Nicht auf dem Bild: Centa Uridil (CSU/Parteilose, 18 J.) wurde im April verabschiedet.

Peißenberg – Ein bisschen war es wie bei der Zeugnisverteilung in der Schule: In alphabetischer Reihenfolge wur- den die Markträte, die in der neuen Wahlperiode nicht mehr im Gremium vertreten sein werden, bei ihrer offiziellen Verabschiedung aufgerufen und nach vorne zur Bür- germeisterin Manuela Vanni gebeten.

Im Rahmen einer Sondersitzung bekamen sie von der Rathauschefin goldene Marktmünzen sowie Urkunden überreicht – und für jeden einzelnen hatte Vanni noch eine Beurteilung parat. 

Wie es für solche Anlässe üblich ist, waren es ausschließlich warme Worte, die Vanni über ihre ehemaligen Ratskollegen fand: Mit Thomas Altendorfer, so die Bürgermeisterin, habe sie in dessen Zeit als stellvertretender Bürgermeister „sehr gut zusammengearbeitet“. Thomas Ambos wiederum lobte Vanni für dessen Augenmerk auf eine sparsame Haushaltspolitik, Petra Bauer sei „immer gut informiert“ gewesen und Heidi Ehle habe sich als „kommunale Allrounderin“ weit über das normale Maß hinaus für die Belange der Bürger eingesetzt. Ebenfalls positive Beurteilungen bekamen Martin Lehner („immer ruhig, sachlich und freundlich“), Petra Maier („sie hat mich und die Verwaltung immer fair behandelt“), Matthias Reichhart („er hat viel Arbeit und Zeit in den Kulturverein gesteckt“), Hedi Resch („Du hast dich außergewöhnlich engagiert“) und Hans Streicher („Du warst immer für die Anliegen der Bürger da“). 

Im Rahmen der Verabschiedungszeremonie ließ Vanni aber auch die abgelaufene Wahlperiode Revue passieren: „Es wurde viel für den Ort getan. Die Bilanz kann sich sehen lassen – auch wenn das in der Presse nicht immer so rüber kam.“ 

Vanni verwies unter anderem auf die Sanierungsgroßprojekte an der Mittelschule und Glückauf-Turnhalle. Insgesamt habe der Gemeinderat seit 2008 rund 500 Beschlüsse gefasst: „95 Prozent davon waren einstimmig“, betonte die Rathauschefin. 

Unerwähnt blieb freilich, dass es in den letzten sechs Jahren quer durch alle drei Marktratsfraktionen auch jede Menge Kritik an Vannis Amtsführung und Informationspolitik gab. Der Unmut führte unter anderem dazu, dass die Fraktionen vor einem Jahr sogar eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Bürgermeisterin einreichten. 

Die konstituierende Sitzung des neugewählten Gemeinderats geht derweil bereits am morgigen Donnerstag über die Bühne. Unter anderem wird dann auch ein neuer Zweiter Bürgermeister gewählt. Dem Vernehmen nach wird die SPD Robert Halbritter und die Bürgervereinigung Ulrich Franz ins Rennen schicken. Bei CSU/Parteilose war – zumindest bis vor kurzem – noch Stefan Barnsteiner im Gespräch. Die Peißenberger Liste, so heißt es, werde keinen eigenen Kandidaten stellen. Beginn der Sitzung im Peißenberger Rathaus ist um 18.30 Uhr.

Von Bernhard Jepsen

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