Weihnachts-Wunderland aus 15 Umzugskisten in Peißenberg

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Günter Fiebig als heiliger Nikolaus in seinem Winter-Wunderland.

Peißenberg – In vielen Geschichten wird vom Weihnachts-Wunderland erzählt. Sein ganz eigenes hat sich Günter Fiebig (53) in drei Zimmern seiner Wohnung geschaffen. Eine Mischung aus Sammelleidenschaft und Erinnerungen ist im Laufe der Jahre entstanden. Für Kinder auf alle Fälle ein Paradies.

Der stattliche Mann fällt bei einem der Flohmärkte im Sommer auf. Er trägt unter den Armen zwei Nikoläuse mit Rauschebärten. Nicht gerade typisch für diese Jahreszeit. Aber Fiebig sammelt nun mal das ganze Jahr für sein Weihnachts-Wunderland. Seit dem 1. Dezember darf besichtigt werden. Willkommen sind Einzelperson oder ganze Familien. „Zu mir ist jeder herzlich eingeladen, der mir für die Sammlung eine kleine Schneekugel mitbringt“, erklärt Fiebig. Der Schritt in das Reich des 53-Jährigen ist wie das Betreten einer anderen Welt. Weg vom Alltag, hinein in den Weihnachtszauber. „Eingangsbereich oder Schlafzimmer“ ist die erste Frage, die man sich stellt. Ein nicht zu überhörender Nikolaus schläft in seinem Bett, das laute Schnarchen wird durch Bewegungsmelder aktiviert. Zwei Schritte weiter wird´s musikalisch. „Rudi, das legendäre Rentier mit der roten Nase“ erklingt in Dauerversion. Fiebig klatscht in die Hände, totale Stille. „Da wirst du sonst wahnsinnig“, so sein kurzer Kommentar.

Das große Wohnzimmer ist bis auf das letzte Eck mit Weihnachts-Deko ausgefüllt. Eine Winterlandschaft mit beleuchteten Häusern ist auf einer Platte aufgebaut. Die hat es in sich. „Jedes Jahr wird diese Landschaft von knapp vier Quadratmetern neu umgestaltet“, erwähnt Fiebig und klatscht in die Hände. Die kleine Eisenbahn setzt sich in Bewegung. „Sie ist nicht stilgerecht zur Landschaft, aber es hängen viele Erinnerungen an der Bahn“, erklärt er. Fiebig erzählt, dass es vor 18 Jahren, als sein Sohn Andi gerade vier Jahre alt war, mit dieser Bahn angefangen hat. Als der Sohn dann flügge wurde und auszog, ließ er die Bahn beim Vater zurück. Bedingung: „Die Bahn muss jedes Jahr mit in die neue Landschaft eingebaut werden.“ „Alexa, Wunderbaum an“, lautet sein nächstes Kommando. Ein Christbaum mit acht Etagen beginnt sofort zu leuchten. Melodien aus kleinen Kinderkarussells ertönen, die Figürchen beginnen sich zu bewegen. Zwei Etagen tiefer fährt eine Eisenbahn im Rundkurs durch die Landschaft. „Daran habe ich zwei Jahre lang geplant und gearbeitet“, erklärt er.

Auch eine Sammlung aus Schneekugeln, Nussknackern, Räuchermännchen und Nikoläusen ist in Fiebigs Wohnung zu bewundern. „Es sind gut 70 bewegliche Figuren und nochmal so viele starre“, zählt der Peißenberger auf. Alle über das Jahr hindurch in 15 Umzugskartons verpackt und im Keller gestapelt. Sechs bis acht Wochen braucht er dann, um alles wieder neu aufzubauen.

Wenn er dies geschafft hat, wartet ein weiteres Hobby auf ihn. Seit vielen Jahren schlüpft er in das Gewandt des heiligen Nikolaus und besucht Kinder und Vereine. „Um die 50 Termine habe ich in der Woche um den Nikolaustag“, sagt Fiebig. „Aber das gehört für mich einfach jedes Jahr dazu.“

Zu erreichen ist der leidenschaftliche Sammler Fiebig in Peißenberg unter Tel. 08803/4903274, 0152/27505983.

Von Herold

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