Bauamt informiert über Sachstand zum Hochwasserschutz – Bachbrücke abgerissen

Kosten für Bypass wohl "relativ hoch"

+
Mit schwerem Gerät hob der Peißenberger Bauhof eine gemeindeeigene Fußgängerbrücke über den Wörthersbach aus ihrem Fundament.

Peißenberg – Bis zum Sommer soll das Stuttgarter Ingenieurbüro „Winkler und Partner“ ein Hochwasserschutzkonzept für Peißenbergs nördlichen Ortsteil vorlegen. Unter anderem sind zwei Regenrückhaltebecken am Fendter Bach und am Buchaugraben, diverse Gewässerausbauten am Wörthersbach entlang der Bachstraße und ein Bypass-Kanal vorgesehen. Bis alle Baumaßnahmen genehmigt und umgesetzt sind, werden vermutlich noch zehn bis 15 Jahre vergehen.

In der jüngsten Marktratssitzung informierte Thomas Schamper das Gremium über den derzeitigen Planungsstand. Mit großen Neuigkeiten konnte der Bauamtsmitarbeiter zwar nicht aufwarten, aber ein paar Details gab es dann doch zu verkünden: Demnach habe das Planungsbüro inzwischen ermittelt, dass die von Gemeinderat Walter Wurzinger (Bürgervereinigung) vorgeschlagene Bypass-Verrohrung am Wörthersbach über die Schellhammergasse und die Iblherstraße technisch möglich sei. Durch die Kanalverbauung soll das Nadelöhr an der Tenne entschärft werden. Dort mündet der Wörthersbach selbst in eine Verrohrung. Die Wassermengenableitung über den Bypass würde vier Kubikmeter pro Sekunde betragen.

„Aber die Kosten dafür sind relativ hoch“, erklärte Schamper in seinem Kurzbericht, ohne dabei konkrete Zahlen zu nennen. Das Ingenieurbüro würde deshalb eine Alternativlösung untersuchen. So könnte der Bypass auch parallel zur bestehenden Bachverrohrung ab der Tenne über die Bach- und Aichstraße verlaufen. „Man muss die Kosten der beiden Varianten gegenüberstellen und schauen, was dabei rauskommt“, so Schamper.

Bezüglich der vom Wasserwirtschaftsamt zugesagten Errichtung von Treibholzsperren an den Wörthersbachzuläufen vom Osthang des Hohen Peißenberg berichtete Schamper, dass das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) das Projekt mittlerweile genehmigt habe. Nun könne das Wasserwirtschaftsamt mit der Detailplanung beginnen.

Ebenfalls getan hat sich etwas hinsichtlich der mit der „Interessensgemeinschaft Hochwasserschutz“ vereinbarten Sofortmaßnahmen. So wurde in der vergangenen Woche vom Bauhof östlich des Michelsbachzulaufs mit schwerem Gerät eine fünf Tonnen schwere Fußgängerbrücke über den Wörthersbach abgerissen. An den Stegen entlang der Bachstraße, die überwiegend in Privatbesitz sind, verfängt sich bei Hochwasser regelmäßig Treibholz (wir berichteten) und dadurch wird das Wasser noch zusätzlich aufgestaut.

Von Bernhard Jepsen

Auch interessant

Meistgelesen

250 fesche Madln haben sich bereits beworben. Ist deine Favoritin schon dabei?
250 fesche Madln haben sich bereits beworben. Ist deine Favoritin schon dabei?
Dorf zum Leuchten gebracht
Dorf zum Leuchten gebracht
Traditionsreiche Trachtenmode am Puls der Zeit von Daller Tracht
Traditionsreiche Trachtenmode am Puls der Zeit von Daller Tracht
Das künftige Viersternehotel „Pöltner Hof“ sucht qualifizierte Verstärkung fürs Team
Das künftige Viersternehotel „Pöltner Hof“ sucht qualifizierte Verstärkung fürs Team

Kommentare