Nach den ersten 100 Tagen: Peißenbergs Bürgermeister Frank Zellner berichtet

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Bürgermeister Frank Zellner.

Peißenberg– Inzwischen ist es gut 100 Tage her, dass Frank Zellner (CSU) in Peißenberg das Bürgermeisteramt übernommen hat. Seine Eindrücke und Erfahrungen schildert er in diesem Interview mit der Weilheimer Kreisboten-Redaktion.

Wie hat sich Corona auf Ihre ersten 100 Tage im Bürgermeisteramt ausgewirkt?

Zellner: „Die Pandemie war von Anfang an das dominierende Thema der ersten 100 Tage im neuen Amt. Nach wie vor beschäftigt mein Team und mich diese ‚neue Normalität‘ in unseren gemeindlichen Einrichtungen. Es freut mich sehr, dass wir Wege gefunden haben, die Tiefstollenhalle, die Sporthallen, das Bergbaumuseum und auch die Rigi Rutsch’n wieder zu öffnen.“

Welche der von Ihnen im Kommunalwahlkampf als vorrangig herausgestellten Projekte haben Sie bereits in Angriff nehmen können?

Zellner: „Zwar hat die Pandemie-Situation die Prioritäten nun anders gelegt, aber trotzdem konnte ich die weitere Digitalisierung im Ort, insbesondere an unseren Schulen, in Angriff nehmen.

Die Förderprogramme durch den Bund haben wir schnell und konsequent in Anspruch genommen, und so digitale Leihgeräte für die Schülerinnen und Schüler an den Grundschulen und der Mittelschule angeschafft.

Auch ganz unterschiedliche Maßnahmen, wie die neue Bürgersprechstunde oder die Beschaffung eines neuen Fahrzeuges für die Feuerwehr, sind schon auf den Weg gebracht.

Besonders freut es mich auch, dass wir den Kindergarten im Dorf im September termingerecht eröffnen konnten und damit für alle Familien mit kleinen Kindern im Ort sehr gute Betreuungsmöglichkeiten bereitstellen können.“

Decken sich Ihre Erwartungen an das Bürgermeisteramt mit den bisher gewonnenen Erfahrungen?

Zellner: „Ich habe mir eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Verwaltung und dem Gemeinderat erhofft und bin diesbezüglich auch nicht enttäuscht worden. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und spannend – mir wird es nicht langweilig werden.“

Welche Themen stehen beim Blick in die nahe Zukunft ganz oben auf Ihrer To-do-Liste?

Zellner: „In der nahen Zukunft werde ich mich weiterhin mit der Pandemie und ihren Auswirkungen beschäftigen müssen. Die Themen der kommunalen Finanzen und die Sicherung von Arbeitsplätzen sind hier entscheidend, dabei müssen wir gleichzeitig immer auch den Umwelt- und Klimaschutz mitdenken. Ich denke hier zum Beispiel an den Ausbau des Radwegenetzes.

Ganz weit oben stehen für mich zudem noch die Digitalisierung in der Verwaltung – und selbstverständlich müssen wir auch den Hochwasserschutz mit Vehemenz weiter vorantreiben.“

Viele Kommunen befürchten in Zukunft deutlich geringere Steuereinnahmen. Trifft das auch auf Ihre Gemeinde zu? Wenn ja, welche Konsequenzen werden Sie daraus ziehen?

Zellner: „Natürlich wird das auch Peißenberg treffen. Wir werden unsere Vorhaben priorisieren müssen. Kindergärten, Schulen, Hochwasserschutz und die Rigi Rutsch’n dürfen von der finanziellen Lage nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.“

Unterscheidet sich Ihr Führungsstil von dem Ihres Vorgängers …

Zellner: „… das müssen Sie meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fragen.“

und was möchten Sie Ihrer Bürgerschaft besonders ans Herz legen?

Zellner: „Es lohnt sich, auch bei den aktuellen Herausforderungen positiv in die Zukunft zu blicken. Bitte nutzen Sie unsere tollen Freizeitangebote wie die Rigi Rutsch’n, besuchen Sie mal wieder das Bergbaumuseum oder eine Veranstaltung in der Tiefstollenhalle. Unterstützen Sie unsere lokalen Geschäfte und die Gastronomie.“

Vielen Dank für das Interview.

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