Peißenberger SPD wird mit Robert Halbritter als Spitzenkandidat Kommunalwahl 2020 bestreiten

SPD präsentiert "Wunschkandidat"

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Peter Blome (3.v.li.) mit seinem „Wunschkandidaten“ Robert Halb- ritter (2.v.re). Mit auf dem Bild: V. li. Dritte Landrätin Regina Bartusch, SPD-Kreischef Dominik Streit und Sigrid Halbritter, die Ehefrau des SPD-Bürgermeister-Kandidaten.

Peißenberg– In der Marktgemeinde stehen inzwischen zwei Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl 2020 fest: Nachdem Bürgermeisterin Manuela Vanni erklärt hat, sich für eine dritte Amtsperiode zu bewerben, wird die Peißenberger SPD Robert Halbritter ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus schicken. Der Fraktionschef der SPD-Marktratsfraktion wurde beim traditionellen Neujahrsempfang der Genossen offiziell als Kandidat präsentiert.

Über anderthalb Stunden mussten sich die rund 100 Gäste im Foyer der Tiefstollenhalle gedulden, bis das Geheimnis gelüftet war. Wobei: Eine wirkliche Überraschung war die Personalie „Halbritter“ nicht mehr. Der 53-Jährige, der gelernter Kommunikationselektroniker ist und derzeit im technischen Vertrieb arbeitet, wurde schon seit längerem als SPD-Spitzenkandidat gehandelt. Halbritter gilt als besonnener und pragmatischer Kommunalpolitiker. In der Rathausverwaltung genießt er dem Vernehmen nach einen guten Ruf – und bei seinen Parteikollegen großen Rückhalt.

Halbritter sei sein „absoluter Wunschkandidat“, betonte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Peter Blome vor den Empfangsgästen: „Ich werde ihn mit aller Vehemenz unterstützen. Wir wollen diese Wahl gewinnen. Ich appelliere an Euch, macht bei uns mit. Wir wollen Peißenberg gestalten und nicht nur verwalten.“

Natürlich präsentierte Halbritter bei seiner Kandidatenkür noch kein fertiges Wahlprogramm – „das kommt alles zu seiner Zeit“. Dennoch ließ er durchblicken, dass er vor allem in der Wirtschaftspolitik Akzente setzen möchte. Die schwache Finanzkraft der Gemeinde ließe sich seiner Meinung nach durch höhere Einnahmen bei der Gewerbesteuer verbessern. Dafür müsse die Gemeinde aber erst einmal die Grundlagen schaffen – sprich, Gewerbeflächen ausweisen. Doch daran hakt es in Peißenberg laut Halbritter seit längerem: „Da zahlen wir jetzt die Zeche, was in den vergangenen zehn bis 20 Jahren an vorausschauender Planung und Grundstückspolitik versäumt worden ist“, kritisierte Halbritter – und: „Es ist ja nicht so, dass wir keine Anfragen von Firmen hätten, aber wir können aktuell eben nichts Besonderes anbieten.“ Das geplante Gewerbegebiet-Ost lasse sich kurz- oder mittelfristig nicht aktivieren. Letztlich hätten die fehlenden Flächen wohl auch den Wegzug der Firma „Weckerle Cosmetics“ aus Peißenberg mitverursacht.

Klar ist auch, dass Halbritter, der seit knapp 20 Jahren den örtlichen Schützenverein leitet, im Wahlkampf seine lokale Verwurzelung unterstreichen wird. „Ich bin Peißenberger und hatte noch das Glück, in unserem ehemaligen Krankenhaus geboren worden zu sein“, ließ er die rund Empfangsgäste wissen. Für ihn sei nie in Frage gekommen, aus Peißenberg wegzuziehen: „Hier leben meine Frau, meine Tochter und meine Freunde. Peißenberg ist mein Lebensmittelpunkt. Mir liegt unheimlich viel an dem Ort.“ Die Entwicklung der Marktgemeinde in den vergangenen Jahren habe ihn aber nicht überzeugt: „Wenn man sich für Peißenberg engagieren will, dann muss man für den Ort brennen und Herzblut reinstecken. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ich es besser machen würde, als es derzeit läuft“, so Halbritter.

Von Bernhard Jepsen

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