Mietvertrag auf zehn Jahre abgeschlossen

Vhs zieht ins Rigi-Center

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Michaela Vollmer, Eigentümerfamilie Rigi-Center und Alfred Kästl, erster Vorsitzender der Vhs Peißenberg, unterzeichneten einen Mietvertrag. Mit dabei stehend v. li. Sigrid Halbritter, Vhs-Verwaltung; Mechthild Merz, Vhs-Leiterin; Friedrich Schleich, Rechtsanwalt Familie Vollmer; Bürgermeisterin Manuela Vanni und Wilhelm Schuster, dritter Vhs-Vorsitzender.

Peißenberg – Das Rigi-Center in Peißenberg wird immer mehr zu einer Außenstelle für gemeindliche Einrichtungen. Nach den Peißenberger Gemeindewerken wird im Laufe des Jahres nun auch die Volkshochschule (Vhs) in den momentan noch leerstehenden Westflügel einziehen.

Der auf zehn Jahre abgeschlossene Mietvertrag wurde vor Kurzem offiziell besiegelt. 457 Quadratmeter wird die Vhs künftig im ersten Stock des Rigi-Centers belegen. Für die Erwachsenenbildung – wohlgemerkt eine kommunale Pflichtaufgabe – ergeben sich damit in Peißenberg komplett neue Möglichkeiten. „Davon haben wir jahrelang geträumt. Das Ortszentrum wächst und gedeiht – und wir als Vhs werden durch den Umzug nur gewinnen“, freute sich Vhs-Leiterin Mechthild Merz bei der Vertragsunterzeichnung.

Bislang ist die Geschäftsstelle samt eines EDV-Schulungsraums im ehemaligen Rasp-Gebäude neben der Gemeindebücherei einquartiert – sehr beengt und nicht sonderlich repräsentativ. Mit dem Wegfall des Vereinshauses am Tiefstollen – dort zieht während der Sanierung seines Stammhauses der AWO-Kindergarten ein – musste sich die Vhs ein neues Kursraumkonzept überlegen. Man entschied sich für die große Lösung im Rigi-Center: „Das ist für die Vhs der optimale Platz“, versicherte Alfred Kästl, der erste Vorsitzende des Vhs-Trägervereins. Das Rigi-Center sei ein Besuchermagnet, zentral gelegen und zudem mit ausreichend Parkplätzen ausgestattet. „Die Gelegenheit mussten wir unbedingt beim Schopfe packen“, ergänzte Bürgermeisterin Manuela Vanni. Neben der Geschäftsstelle werden der Vhs im Rigi-Center ein Bewegungs- und Yoga-Raum, mehrere Umkleidekabinen, ein EDV-Schulzimmer sowie ein Entspannungs- und Mehrzweckraum zur Verfügung stehen. Das kompakte und laut Merz „qualitativ hochwertige Raumangebot“ gewährleistet kurze Wege. Freilich werden zum Beispiel für Kochkurse weiterhin auch die Fachräume an den örtlichen Schulen genutzt.

Der Umzug der Vhs ins Rigi-Center ist letztlich eine „Win-win-Situation“. Die Eigentümerfamilie Vollmer hatte lange nach einer geeigneten Nutzung für den Westflügel gesucht. Zuletzt waren die Pläne für ein Drei-Sterne-Hotel aus wirtschaftlichen Gründen gescheitert. Mit den Gemeindewerken und der Vhs sind zwei seriöse, langfristige Mieter gefunden. Auch für das Erdgeschoss, in das ein Vollsortimenter einziehen soll, zeichnet sich eine Lösung ab: „Wir sind auf einem guten Weg“, versicherte Michaela Vollmer. Derzeit läuft das Genehmigungsverfahren für die Neugestaltung der Anfahrtswege und der Außenanlagen. Die Behörden haben laut Vollmer aber bereits ihre mündliche Zusage signalisiert. Und was passiert mit den bald frei werdenden Räumen im ehemaligen Rasp-Anwesen? Ein Teil davon soll künftig von der Gemeindebücherei genutzt werden. Laut Vanni hat man auch für die Büroflächen im Rathaus, die derzeit noch von den Gemeindewerken belegt sind, einen Nachmieter an der Angel. Den Namen oder die Branche will die Bürgermeisterin aber noch nicht verraten – nur so viel: „Es geht in Richtung öffentliche Einrichtung.“

Von Bernhard Jepsen

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