Saunabetrieb in der "Rigi-Rutsch‘n" startet morgen um 13 Uhr

Freibad-Sommersaison ist fraglich

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Statt dem symbolischen Schlüssel bekam Hans Fischer (li.) von Günther Forster ein Badehandtuch überreicht, von dem es 25 Exemplare gibt. Die Handtücher mit Logo und Motto der Gemeindewerke sollen an die Saunagäste verteilt werden, die beim Brand im Bäderpark evakuiert wurden.

Peißenberg – Es ist der erste Schritt zurück zur Normalität: Zwei Monate nach dem Großbrand in der „Rigi-Rutsch´n“ wird am morgigen Donnerstag um 13 Uhr die Saunalandschaft wieder in Betrieb genommen.

Die frohe Botschaft wurde Anfang dieser Woche bei einem Pressetermin mit Peißenbergs Gemeindewerksleiter Günther Forster und Schwimmmeister Hans Fischer verkündet. Beiden war die Erleichterung richtig anzumerken: „Wir sind heil- froh, dass wir wieder aufmachen können. Es hat in der Seele geschmerzt, dass wir die nagelneue Blockbohlensauna nicht benutzen konnten“, erklärte Forster. Die „Rigi-Rutsch´n“-Sauna ist bis auf Weiteres täglich zwischen 13 und 22 Uhr geöffnet.

Der Großbrand in der Gaststätte des Bäderparks – die Brandursache wird weiter ermittelt – hatte den alten Saunabereich im Hauptgebäude zwar weitestgehend verschont, aber große Schäden im Zugangs- und Umkleidetrakt angerichtet. Erst Mitte März bestätigte ein Gutachten die statische Sicherheit.

Danach arbeiteten die Gemeindewerke und Spezialfirmen mit Hochdruck daran, um den alten Saunabereich mit der vom Brand komplett verschonten Blockbohlensauna wieder zu eröffnen. Unter anderem mussten der Brandgeruch beseitigt, ein neues Belüftungssystem eingerichtet und eine Grundreinigung über die Bühne gebracht werden. Auch die Abdichtung der Schächte und die Absperrung zum Obergeschoss stand auf der umfangreichen „To-do-Liste“.

Nun ist der Saunabereich „wieder voll funktionsfähig“, wie Forster betont. Erste Probeläufe mit Mitgliedern des „Rigi-Rutsch´n“-Fördervereins wurden erfolgreich absolviert. Ein paar Einschränkungen müssen die Saunabesucher in Kauf nehmen: Das Kaltwassertauchbecken ist noch nicht benutzbar und der beschädigte Hallen-Badebereich nicht zugänglich. Die Werke haben deshalb den Einzeleintrittspreis von 15 Euro pauschal auf 10 Euro reduziert. Saison- und Geldwertkarten können wegen der defekten Kassenautomatik nicht mehr eingelöst werden. Die gültigen Guthaben werden ausbezahlt, sobald der Automat soweit funktionstüchtig ist, dass er die Karten auslesen kann. Die Erstattung der Gelder erfolgt im Rathaus, über den Auszahlungsstart wird rechtzeitig informiert.

Und der Freibadbetrieb? Eigentlich sollte die Sommersaison am 13. Mai beginnen. „Das kann man sich derzeit schlecht vorstellen“, räumt Schwimmmeister Hans Fischer ein. Noch ist nicht absehbar, welche baulichen Maßnahmen im Bäderpark getätigt werden müssen. Planloser Aktionismus ist wenig hilfreich: „Wir wollen uns nichts für die Zukunft verbauen“, so Forster. Intern wird an einer neuen Konzeption gearbeitet, die finanziell für Kommune und Werke vertretbar ist, Stichwort Bäderdefizit: „Das ist durch den Brand weder aufgehoben noch aufgeschoben“, so Forster. Unter Druck setzen lassen will er sich nicht: „Wir brauchen die Ruhe, um ein tragfähiges Konzept entwickeln zu können.“

Von Bernhard Jepsen

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