Marktrat einstimmig für moderate Tariferhöhung

"Peißenberg-Ticket" wird teurer

+
Der Marktrat beschloss die Erhöhung einstimmig.

Peißenberg – Seit Dezember 2012 kann im Ortsgebiet auf den bestehenden RVO-Buslinien das verbilligte „Peißenberg-Ticket“ gelöst werden.

Das von der Marktgemeinde subventionierte ÖPNV-Angebot wird erfreulicherweise rege genutzt. Die Fahrgastzahlen bei Erwachsenen haben sich im Laufe der Jahre fast verdoppelt. Die Kehrseite der Medaille: Der von der Gemeinde zu tragende Kostenanteil ist deutlich gestiegen. In seiner jüngsten Sitzung sprach sich der Marktrat deshalb einhellig für eine moderate Tariferhöhung aus.

Bis dato zahlen erwachsene Fahrgäste 50 Cent und Kinder 30 Cent für das Ortsbusticket. Den Differenzbetrag zum vollen RVO-Fahrpreis übernimmt die Gemeinde. Bei Einführung des Ortsbusses lag der subventionierte Betrag bei 7 835 Euro pro Jahr. 2016 wurden 14 897 Euro fällig. Die Kostenmehrung begründet sich nicht nur auf den bloßen Anstieg der Fahrgastzahlen, sondern auch auf diverse Tarifsteigerungen beim RVO. Die wurden bislang von der Gemeinde nicht auf die Fahrgäste umgelegt.

Doch nun zog der Marktrat die Preisschraube etwas an: In Anlehnung an den Stadtbus in Weilheim zahlen Erwachsene künftig 80 Cent pro Einzelfahrt und Kinder 40 Cent. Nach den Berechnungen der Rathausverwaltung ergibt sich bei konstant hohen Fahrgastzahlen und gleichbleibenden RVO-Preisen dadurch eine Ersparnis von rund 3 200 Euro. Die neuen Tarife für das „Peißenberg-Ticket“ werden ab 1. Januar 2018 in Kraft treten. Zudem beschloss der Marktrat, das Preisniveau künftig alle zwei Jahre zu überprüfen und im Bedarfsfall anzupassen.

Keinen Einfluss auf das „Peißenberg-Ticket“ würde eine mögliche Tarifanhebung der RVO-Preise haben. „Es kann sein – oder auch nicht“, antwortete RVO-Niederlassungsleiter Ralf Kreutzer auf die Frage, ob demnächst eine allgemeine Preisrunde ansteht. Die reguläre, also nicht von der Gemeinde subventionierte Einzelfahrt mit einer der Ortsbuslinien beträgt derzeit 1,70 Euro. Im Falle eines geringeren prozentualen Gesamtanstiegs ist es laut Kreutzer sehr wahrscheinlich, dass die niedrigeren Preisstufen gar nicht davon betroffen wären. „Im schlimmsten Fall würde der Tarif auf 1,80 Euro ansteigen“, gibt Kreutzer Entwarnung.

Für die Marktgemeinde würde das bedeuten, dass sie die Einzelfahrten für Erwachsene ab 2018 entweder mit 90 Cent (bei einem RVO-Preis von 1,70 Euro) oder einem Euro (bei 1,80 Euro) bezuschusst.

Von Bernhard Jepsen

Auch interessant

Meistgelesen

Unternehmer mit Vorbildcharakter
Unternehmer mit Vorbildcharakter
Alles in einem Schwung
Alles in einem Schwung
Glück im Unglück
Glück im Unglück
Glück im Unglück
Glück im Unglück

Kommentare