Über 28 000 Kilometer

Peißenberg zieht positive Bilanz nach dem ersten »Stadtradeln«

Siegerehrung der Teilnehmenden beim Peißenberger Stadtradln.
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Marie-Sophie-Strodl (außen links) und Frank Zellner (außen rechts) mit den Vertretern der besten Radlteams: (v.li.) Franz Engel, Petra Schanz, Caroline Graf und Roland Helmer.

Peißenberg – Für die Marktgemeinde war es eine Premiere: Zum ersten Mal nahm Peißenberg heuer beim bundesweit organisierten Klimabündnis-Wettbewerb „Stadtradeln“ teil – und fuhr laut Bürgermeister Frank Zellner dabei „ein tolles Ergebnis“ ein. 

An den 21 Aktionstagen radelten die 172 Teilnehmer gute 28 000 Kilometer und sparten damit umgerechnet etwas mehr als vier Tonnen Kohlendioxid ein. Im landkreisweiten Ranking landete Peißenberg damit immerhin auf Platz vier – noch vor Peiting und Schongau. Bayernweit belegt man in der Kategorie mit Kommunen zwischen 10 000 und 49 000 Einwohnern Platz 85, deutschlandweit rangiert man auf Platz 504. Da gibt es also noch Steigerungspotenzial. „Im nächsten Jahr macht Peißenberg sicher wieder mit – und dann sind 30 000 Kilometer das Ziel“, kündigte Bürgermeister Zellner bei der coronabedingt im Freien abgehaltenen Siegerehrung für die besten Peißenberger Radlteams an.

Fleißige Radler

Mit 3 526 Kilometern strampelten die „Habergassler“ am meisten Kilometer ab – kein Wunder, wenn man Leute wie Franz Engel im Team hat. Der Ausdauersportler, der unter anderem an Bergläufen teilnimmt, ist passionierter Radfahrer. Seine Alltagsmobilität absolviert Engel nach eigenem Bekunden „zu 90 Prozent mit dem Rad“. Auch zur Arbeit nach Peiting geht es jeden Tag mit dem Drahtesel – bei Wind und Wetter. Das „Stadtradeln“ war für Engel „ein netter Anreiz“, auf dem Nachhauseweg von Peiting noch den ein oder anderen Abstecher einzulegen – wohlgemerkt über den Ammersee und Plansee.

Auf Rang zwei landeten die „Spitzwegstraßler & Friends“ mit ebenfalls beachtlichen 3 174 Kilometern. „Wir sind alles Alltagsradler“, berichtete Team-Kapitänin Caroline Graf.

Auf Rang drei schafften es die „Silberpfeile Oberland“ – benannt nach der Haarfarbe der Teammitglieder – mit 2 941 Kilometern. Bei Team-Chef Roland Helmer und seiner Crew hat das „Stadtradeln“ Spuren hinterlassen: „Es hat im Kopf Klick gemacht. Zum Semmelholen wird nur noch mit dem Rad gefahren.“

An die drei Siegerteams überreichte Zellner „als kleines Präsent“ Gutscheine von Peißenberger Gastronomiebetrieben im Wert zwischen 100 und 150 Euro. Selber aufs Rad steigen konnte der Rathauschef übrigens verletzungsbedingt beim Wettbewerb nicht. Auch die Ankündigung einiger Markträte, ihn im Lastenfahrrad mitzunehmen, erfüllte sich nicht: „Der Kelch ging Gott sei Dank an mir vorüber“, so Zellner schmunzelnd. Das Team des Marktgemeinderats schaffte es ohne den Bürgermeister immerhin auf Platz zwölf und die Rathausverwaltung sogar auf Rang sieben.

Von Bernhard Jepsen

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