Kreisboten-Serie: Ehrenamt ‒ Die Helfer im Verborgenen

Peißenberger ist Jugendleiter aus Leidenschaft

Daniel Illich  aus Peißenberg
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Daniel Illich ist in vielen Bereichen der Jugendarbeit aktiv. Vor allem beim Jugendrotkreuz und in der evangelischen Kirchengemeinde engagiert er sich.
  • Ursula Gallmetzer
    VonUrsula Gallmetzer
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Peißenberg – Wer in Peißenberg lebt und Kinder hat, dem ist sein Name vermutlich schon begegnet: Daniel Illich. Er ist in verschiedenen Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit aktiv. Der Kreisbote hat ihn besucht.

Leerlauf ist bei Daniel Illich in der Sommerzeit rar. Ferienprogramme, Freizeiten, Zeltlager, Kindergottesdienste und natürlich auch noch seine eigene Ausbildung. Im Terminkalender bleibt da nur wenig Platz. Dabei ist der 24-Jährige eher unverhofft zum Ehrenamt gekommen. „Meine kleine Schwester wollte zum Roten Kreuz. Ich bin eigentlich nur mit ihr mitgekommen“, erinnert sich das älteste von fünf Geschwistern. Das ist nun schon zehn Jahre her.

In dieser Zeit fand der Peißenberger an der Gemeinschaft und den Aktivitäten der Organisation schnell Gefallen. Vor allem die Jugendgruppen hatten es ihm angetan. Nach und nach übernahm er dort immer mehr Verantwortung. Heute ist er stellvertretender Leiter der Jugendarbeit im Landkreis und seit fünf Jahren auch Leiter mehrerer Gruppen in Peißenberg und Weilheim. Die Altersspanne der Mitglieder darin reicht von fünf bis 27 Jahren. Das Programm muss daher immer passend gewählt werden. Ob Erste Hilfe, basteln, spielen oder Ausflüge: Illich strahlt, wenn er von den Aktivitäten mit seinen Schützlingen erzählt.

Schwierig gestaltete sich die ehrenamtliche Arbeit während der Lockdowns. Nur online konnte der gelernte Konditor Termine anbieten. Das hielt ihn aber nicht davon ab, kreativ zu werden. Zur Weihnachtszeit wurden zum Beispiel mit zahlreichen Familien gemeinsam per Videokonferenz Plätzchen gebacken.

Auch in der evangelischen Kirchengemeinde, wo Illich ebenfalls Jugendleiter ist, konnte er durch seine Onlineaffinität das Team unterstützen. Die virtuellen Live-Kindergottesdienste zum Mitmachen waren genauso beliebt wie die Gottesdienstvideos, die der passionierte Hobbyfotograf filmte und schnitt. Ebenso die verschiedenen Gaudipfade in den Ferien – Schnitzeljagden, die durch eine App unterstützt werden. Rund 270 Teilnehmende machten pro Ausgabe mit. „Es ist schon ein gutes Gefühl, wenn man merkt, dass die Mühe sich lohnt“, freut sich der Peißenberger.

„Ich möchte weitermachen, solange es mir Spaß macht“, ist er sich sicher, seine Ehrenämter noch lange zu pflegen. Ein Grund sind die vielen intensiven Kontakte, die er dadurch hat. „In der Mittelschule hatte ich zwar ein paar Kumpels, aber keine richtig engen Freunde. Die habe ich dann bei der Kirche und dem Jugendrotkreuz gefunden.“ Was seine berufliche Zukunft bringt, weiß der Student, der sein Studium der Sozialen Arbeit in Benediktbeuern nach diesem Semester abschließt, hingegen noch nicht. Aber eins ist klar: „Ich bleibe in der Region und möchte am liebsten etwas mit Kindern und Jugendlichen machen.“

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