Einmal Dschungel und zurück

Peißenbergerin bei Deko-Fernsehshow am Start

Mebel Hummig in ihrem Tiny-House.
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Mebel Hummig hat ihr Zimmer in ein Tiny-House verlegt. Dieses wurde im Rahmen einer Fernsehshow umgestaltet. Heute sieht es wieder aus wie zuvor.

Peißenberg – Vertraute Bilder waren am letzten Wochenende in der neuen Vox-Show „Guidos Deko Queen“ zu sehen. Denn gedreht wurde unter anderem in Peißenberg. Es galt, einen Wohnraum komplett umzugestalten.

Als Mebel Hummig im vergangenen Sommer eine Nachricht auf Instagram erhielt, dachte sie zunächst, jemand habe sie verwechselt. Eine Produktionsfirma wollte sie für eine Dekorations-Show auf Vox anwerben. Sie ignorierte die Nachricht zunächst. Irgendwann siegte jedoch die Neugier und sie antwortete. Im Oktober stand schließlich das Drehteam vor ihrer Tür.

Auf dem Grundstück ihrer Eltern nahe der Tiefstollenhalle hat sich die 25-Jährige einen eigenen kleinen Rückzugsort geschaffen. In dem Tiny-House – 20 Quadratmeter ohne Bad oder Küche – befindet sich ihr „Kreativraum“, wie sie ihn selbst nennt. Und viel Kreativität war auch nötig, um das von Guido Maria Kretschmer vorgegebene Motto „Urban Jungle“ umzusetzen. „Ich konnte gar nichts mit dem Thema anfangen und war nicht sehr glücklich“, erinnert sich Hummig an den ersten Schock. Tatkräftige und einfallsreiche Unterstützung erhielt sie aber sofort von Bruder Moritz und Freundin Daina. Letztere war extra aus Bremen angereist. Eine spannende Begegnung, denn bisher kannten die beiden Frauen sich nur über das Internet und hatten durch die gemeinsame Liebe zu Rockabilly-Kleidern oft Klamotten per Post getauscht. Doch die Chemie stimmte auch persönlich sofort.

Aus dem Tiny House wird ein Dschungel

So machten sich die drei ans Werk. Bruder Moritz übernahm das Ausräumen des Zimmers, die Damen gingen einkaufen. „Als die Tapete weg war, schmerzte das schon“, erinnert sich Hummig an den Blick auf die kahlen Sperrholzwände. Doch schnell füllte sich der Raum wieder. Obwohl sie nach eigener Aussage keine Grünpflanzen mag, zogen um dem Thema gerecht zu werden, mehrere exotische Gewächse ein; außerdem ein paar neue Möbel. Insgesamt durften 2 500 Euro verprasst werden. Ein von Vox gesponserter Eyecatcher sollte außerdem integriert werden. In dieser Folge handelte es sich um eine protzige Stehlampe, mit einem goldenen Tukan als Fuß.

Mit viel Geschick kümmerte sich Helfer Moritz um den Einbau verschiedener Elemente aus frisch gesägten Baumstämmen. „Wir hatten plötzlich so viele tolle Einfälle“, bedauert die gelernte Pyrotechnikerin, dass in der Sendung von den insgesamt 16 Drehstunden nur ein kleiner Ausschnitt gezeigt werden konnte.

Beim großen Finale in Hamburg traf die Peißenbergerin schließlich auf den Gastgeber der Show und ihre Konkurrentin, die schließlich auch das Duell gewann. Dennoch ist Hummig nicht traurig. „Die Erfahrung war toll“, sagt sie. Trotzdem fühlte sie sich in ihrer umgestalteten Umgebung nicht wirklich wohl. Kurzerhand wurde erneut gemeinsam angepackt und das Tiny-House in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt. „Es war noch mal viel Arbeit, aber jetzt passt es einfach wieder zu mir.“

Von Ursula Gallmetzer

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