Penzing geht in Verlängerung

Dramatischer hätte es in der Volleyball Bezirksliga der Frauen wohl nicht sein können. Um 18.15 Uhr fiel der Anpfiff in Nördlingen zum Entscheidungsspiel zwischen den punktgleichen Teams aus Marktoffingen und Penzing. Beide Mannschaften hatten zuvor den Gastgeber mit jeweils 3:0 glatt besiegt und damit das bittere Saisonende für Nördlingen besiegelt. Doch dann gab es nur noch einen: Diesmal war es der FSV Marktoffingen, dem der Sieg vergönnt war. Mit einem 3:1 (25:23, 23:25, 19:25, 12:25) über Penzing holt sich der FSV den Meistertitel und den direkten Aufstieg in die Landesliga.

Für ein Bezirksligaspiel recht ungewöhnlich aber sehr erfreulich war die große Zuschauerkulisse vor dem die Meisterschaftsentscheidung stattfand. Fast 150 begeisterte Fans verfolgten das Finale in der Schwabenliga. Dabei hatte Marktoffingen einen kleinen Reichweiten-Vorteil. Nur zwölf Kilometer waren es ins benachbarte Nördlingen, wohingegen Penzing die zehnfache Entfernung zurückzulegen hatte. Das scheute viele Penzinger aber nicht den Weg dorthin anzutreten. Beide Fangruppierungen sorgten dann auch für mächtig Stimmung in der Nördlinger Schillerhalle. Spannend sollte es auch in der Anfangsphase des Spiels bleiben. Mit 25:23 holte sich Penzing den ersten Satz, und zwang den Gegner bei 14:11 und 20:16 zu seinen beiden Auszeiten. Im zweiten Satz konnte Eva Böckmann mit fünf Aufschlägen zum 6:2 vorlegen doch beim 8:8 war Marktoffingen wieder heran und erarbeitete sich mit einer konstanten Leistung und einer geringen Eigenfehlerquote weiter Vorteile erst mit zwei Aufschlägen von Babsi Reisacher brachte man sich zum 22:23 heran, wehrte noch einen Satzball zum 23:24 ab, ehe Marktoffingen mit 23:25 beendete. Umkämpft war dann auch der dritte Durchgang in dem sich beide Teams wenig schenkten. Nach einem 8:8 und 17:17 kippte das Spiel zu Gunsten der Nordrieserinnen um Trainerin Theresa Mezger. Mit 18:20 setzten sie sich von Penzing ab und brachten sich mit 19:25 in Satzführung. Ganz so richtig wollte es an diesem Tag bei den Penzingern nicht laufen, symptomatisch waren hierbei die Aufschläge. Weniger Druck als sonst und viele Fehler ließen dem Gegner viel Spielraum, aber auch der Angriff wurde nicht so beherzt ausgeführt wie man es eigentlich kann. So hatte Marktoffingens Abwehr nicht allzu viel Mühe ihren eigenen Angriff auf zubauen und brachte die Penzinger Abwehr ins Schwitzen. Beim 10:9 im vierten Satz war dann scheinbar die Luft raus. Mit drei Aufschlagserien enteilte Marktoffingen und damit auch der Penzinger Traum auf die Meisterschaft. Über ein 10:15, 11:21 ging es zum 12:25 Endstand. Während Marktoffingen unter großen Jubel diesen Moment in vollen Zügen genoss, entlud sich die Enttäuschung bei einigen Penzinger Spielerinnen in Tränen und es dauerte, bis man sich mit dem Relegationsplatz etwas trösten konnte. „Mein Team hat heute vielleicht 80 Prozent von seinem Potential abrufen können, während Marktoffingen einfach gut drauf war und auf einem konstant hohen Niveau mit wenig Eigenfehlern spielen konnte, von daher war heute nicht mehr zu holen und die Enttäuschung ist natürlich groß,“ meinte Penzings Coach Jürgen Malter. Besonders schmerzlich war dabei, dass sich Anja Müller gleich anfangs des ersten Spiels gegen Nördlingen am rechten Sprunggelenk einen Bänderriss zuzog. Auf ihre Abwehr- und Annahmequalität hätte Malter im Spiel gegen Marktoffingen gern zurückgegriffen. Für Penzing geht es damit in die Verlängerung. 29. März... In drei Wochen, am 29. März, steht der Relegationsspieltag an, um den letzten freien Landesligaplatz auszuspielen. Die Gegner hierzu stehen aber erst am Wochenende fest, wenn die Landesliga und die oberbayerische Bezirksliga ihren letzten Spieltag absolviert haben. Heimrecht hat diesmal Oberbayern, das heißt, dass man in München spielen wird. Sollte FTM Schwabing seine letzten beiden Spiele gegen die Letztplatzierten ihrer Liga gewinnen trifft man auf den TSV München Ost, während Landesligist MTV Ingolstadt zwei Siege zum Abschluss bräuchte um sich vom Relegationsplatz zum Ligenerhalt am SV Lohhof vorbei zu schieben.

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