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Perchten sind im Anmarsch

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Das Bild stammt vom zweiten Fischereier Perchtenlauf im vergangenen Jahr in Dießen. © Beate Bentele

Dießen – Zwölf Tamperer, zwei Glockinger, drei Fellteufel und eine Hex machen sich in Tirol auf den Weg, um pünktlich am Samstag, 1. Dezember, wenn sich die Dunkelheit auf die Fischerei in Dießen legt, aufzutauchen.

Ein Höllenlärm von Riesenschellen und Trommeln kündigt die wilde verwegene Truppe um den Oberperchten Mathi Perthaler an, die aus Langkampfen bei Kufstein über den Zirler Berg kommen und auf ihrem Weg in Richtung München auch durch Dießen toben. Sie nennen sich Bleiboch Pass und stammen aus Familien, die seit Jahrhunderten das „Peaschtln laffa“ pflegen. Das ist eine Art Geister-Austreiben, bei uns eher bekannt als Perchtenlauf. Ein von Überlieferung, Magie, Mystik begleiteter Brauch, der regional recht unterschiedlich ausfällt. Die Truppe aus Tirol tritt gruselig auf in wilden Fellen und mit handgeschnitzten Masken, die aus einer fremden Welt stammen könnten.

Gegen 18 Uhr kommen die Perchten in den alten Ortsteil Fischerei, um mit ihrer knapp einstündigen Show Geister auszutreiben. Höhepunkt ihrer wilden, verwegenen Jagd ist der Hexentanz.

Ihr Auftritt ist laut, unheimlich, furchteinflößend. Sie tauchen unvermittelt aus der Dunkelheit auf, tanzen, trommeln und nach dem legendären Hexentanz verschwinden sie genauso so geheimnisvoll, wie sie erschienen sind.

bb

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