AK Junges Leben regt Anschaffung an

Pfandringe in Weilheim?

Symbolfoto: Plastikflaschen.
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Damit Menschen, die Pfandflaschen sammeln, nicht mehr im Müll wühlen müssen, könnten Pfandringe an den Mülleimern angebracht werden.

Weilheim – „Wer durch Weilheims Straßen geht, vor allem in den frühen Morgenstunden, sieht des Öfteren Menschen in den (nur noch spärlich vorhandenen) städtischen Mülleimern auf der Suche nach Pfandflaschen wühlen. Oftmals, um sich mit den gefundenen Pfandflaschen eine Kleinigkeit dazuzuverdienen‘“, geben Florian Kling und Xaver Winter vom AK Junges Leben an.

„Wir vom AK ‚Junges Leben‘ der Weilheimer Agenda 21 wissen durchaus, dass wir das eigentliche Problem, nämlich die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich nicht verhindern können (...)“, heißt es in ihrem Antrag weiter. „Doch wir sind uns bewusst, dass wir immerhin eines ändern können: Diesen Menschen in gewisser Weise ein wenig menschliche Würde wieder zurückzugeben und sie darüber hinaus vor etwaigen Gefahren einer Verletzung zu bewahren“. Deshalb regt der AK an, sämtliche öffentliche Mülleimer im Stadtgebiet mit sogenannten Pfandringen (zum Beispiel von der Firma Pfandring aus Köln) auszustatten.

Durch den Pfandring können Passanten ihr Leergut abstellen und Pfandsammler müssen nicht in die Mülleimer greifen. Zudem engagiere man sich gleichzeitig für die Umwelt: Flaschen und Dosen blieben im Recyclingkreislauf und würden nicht mehr verbrannt. Zudem würden dadurch, dass die Flaschen in die Pfandringe abgestellt werden und nicht zu Bruch gehen, weniger Glasscherben entstehen. „Das heißt wiederum, dass weniger Reinigungsaufwand für die MitarbeiterInnen der Stadtwerke Weilheim beziehungsweise der Stadt Weilheim entsteht. Aus der Sicht unseres AK wäre somit die Ausstattung sämtlicher Mülleimer eine sinnvolle Win-Win-Win-Situation.“

Sollte eine entsprechende Ausstattung aller öffentlicher Mülleimer im Stadtgebiet aufgrund der derzeit angespannten Haushaltssituation nicht möglich sein, regt der AK an, zumindest eine Art Pilotprojekt für den innerstädtischen Bereich durchzuführen.

Alternativ zu den Produkten der Firma Pfandring gäbe es die Möglichkeit, in einem der metall- beziehungsweise aluminiumverarbeitenden Betrieben Weilheims nachzufragen, ob man solche Flaschenringe oder Körbe lokal herstellen könne – unter Berücksichtigung der Patent- und Markenrechte. „Fachliches Know-How haben Weilheims Betriebe aus unserer Sicht genug“, sind sich Winter und Kling sicher. Gegebenenfalls könnte auch die Möglichkeit der Herstellung solcher Vorrichtungen durch die Stadtwerke Weilheim GmbH bestehen.

Von Kreisbote

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