Pleite eines Landsberger Maschinenbauers lässt Arbeitslosenquote steigen

„Erwartungsgemäß ist im Ferienmonat August die Arbeitslosenquote auf 3,3 Prozent gestiegen. Vor einigen Wochen hatten wir für die Sommermonate jedoch mit einer wesentlich stärkeren Zunahme an Arbeitslosen gerechnet“, sagt Monika Lex, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Weilheim.

„Es war zu befürchten, dass einige Betriebe sich mit der für sie kostspieligen Kurzarbeit nur bedingt über die Krise retten können.“ Erstmals seit geraumer Zeit seien die Geschäftsstellen Landsberg, Schongau und Garmisch-Partenkirchen gleichgezogen. Ausschlaggebend sei der Verlust von Arbeitsplätzen bei Zeitarbeitern und Autozulieferfirmen sowie die Insolvenz eines Maschinenbaubetriebes im Raum Landsberg. Am statistischen Zähltag im August waren im Agenturbezirk Weilheim 6066 Bürger, davon 3126 Männer und 2940 Frauen (48,5 Prozent) von Erwerbslosigkeit betroffen. Das sind 316 Personen mehr als im Juli und 1253 mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen ist im August auf 921 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind somit 291 junge Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Es werden momentan verstärkt Bemühungen unternommen, um ihnen die Integration ins Berufsleben zu ermöglichen. Stabil zeigt sich die Zahl der älteren Arbeitslosen und der Langzeitarbeitslosen. Aktuell stehen im Agenturbezirk Weilheim 1348 Arbeitsstellen zur Besetzung an. Die Hauptagentur, der Altlandkreis Weilheim, steht unverändert und mit deutlichem Abstand weiterhin mit einer Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent an der Spitze im Agenturbezirk Weilheim. Der Stellenbestand ist im Gegensatz zu den anderen Dienststellen des Agenturbezirkes von 308 im Juli auf 299 im August zurückgegangen. Die Geschäftsstelle Garmisch-Partenkirchen liegt mit einer Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent gleichauf mit den Geschäftsstellen Schongau und Landsberg. Der Landkreis Landsberg musste im August erneut eine Erhöhung der Arbeitslosigkeit von 3,6 auf 3,8 Prozent verkraften. Gegenüber dem Vorjahr mit einer Arbeitslosenquote von 2,8 Prozent ist mit einem ganzen Prozentpunkt doch ein erheblicher Sprung nach oben zu verzeichnen. Hier machen sich die Einflüsse der Krise bei den Automobilzulieferern und im Maschinenbau bemerkbar. Auch bei der Geschäftsstelle Schongau hat ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosenquote stattgefunden. Sie liegt nunmehr bei 3,8 Prozent, während sie im Vorjahr noch 3,1 Prozent betrug. „Obwohl wir einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verkünden haben, blicken wir hoffnungsvoll in die Zukunft“, zeigt sich Lex zuversichtlich. Vor allem der hohe Stellenzugang im Monat August lasse darauf schließen, dass die Unternehmen wieder Mut geschöpft haben und eine bessere Auftragslage für den Herbst erwarten. Es sei falsch, die Krise als beendet zu betrachten, dennoch zeichne sich eine Herbstbelebung ab. Diese lasse den Rückschluss zu, dass in den nächsten Monaten die Arbeitslosenquote konstant bleiben wird.

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