Sicherheitsbericht 2019 Polizei Weilheim: Mehr Unfälle durch Alkohol

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Harald Bauer ist Leiter der Polizeiinspektion Weilheim.

Landkreis – Die Polizeiinspektion Weilheim hat für ihren gesamten Dienstbereich den Sicherheitsbericht 2019 erstellt. Dabei zeigt sich vor allem eines: Die Zahl der Verkehrsunfälle ist zurückgegangen. Dafür gab es deutlich mehr Fälle, in denen Alkohol der Unfallgrund war.

Verkehrsstatistik

Zum Dienstbereich zählen elf Gemeinden mit insgesamt knapp 56 000 Einwohnern. Harald Bauer ist der Leiter der Weilheimer Polizeiinspektion. Seine Dienststelle erfasst in dem Sicherheitsbericht sowohl die Verkehrsstatistik als auch die Kriminalstatistik.

1 627 Verkehrsunfälle hat die Polizei Weilheim 2019 aufgenommen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 1 668, beziehungsweise 2,45 Prozent, weniger. Der entstandene Gesamtschaden (ohne Kleinunfälle/geringe Verkehrsverstöße) belief sich laut des Sicherheitsberichts auf circa 3 841 000 Euro.

Auch bei den Personenschäden kann die Polizei Positives vermelden. 237 waren es im vergangenen Jahr. Das bedeutet einen Rückgang von 14,74 Prozent. Bei den entsprechenden Unfällen wurden 77 Personen schwer und 225 Personen leicht verletzt. Sieben Menschen wurden 2019 bei Verkehrsunfällen getötet, im Vorjahr mussten sechs Personen ihr Leben lassen.

Doch der Sicherheitsbericht der Polizei zeigt auch, dass es immer mehr Unfälle gibt, bei denen Alkohol die Ursache war. Hier verzeichnete die Polizei einen Anstieg von 57,89 Prozent von 19 auf 30 Fälle. Die Zahl der Unfälle, bei denen die Geschwindigkeit unfallursächlich war, ist erfreulicherweise von 106 auf 82 Fälle deutlich zurückgegangen (minus 22,64 Prozent).

Geht es um das Thema Unfallflucht, sind die Zahlen etwas angestiegen. Im Jahr 2019 mussten 385 Fälle der Unfallflucht aufgenommen werden. Im Vorjahr waren es 360.

Kriminalstatistik

Im Sicherheitsbericht zeichnet sich bei der Vorstellung der Straftaten im Dienstbereich der Polizeiinspektion Weilheim zwar ein Anstieg ab. Doch ist das für die Bürger kein Grund zur Beunruhigung. 2 113 Straftaten wurden registriert, dass sind 7,6 Prozent mehr als 2018. Jedoch relativiert sich diese Zahl wieder etwas, wenn man bedenkt, dass die Polizei 2018 mit 1964 Straftaten ein „positives Rekordtief“ verzeichnen konnte. Zum Vergleich: 2004 waren es noch 2 540 erfasste Fälle.

Was die Aufklärungsquote anbelangt, lag die Polizeiinspektion Weilheim 2019 bei 66 Prozent; bayernweit lag die Quote bei 67 Prozent, deutschlandweit sogar nur bei 57,5 Prozent. Es wurden insgesamt 1 141 (im Vorjahr 1 018) Tatverdächtige ermittelt. Von diesen Tatverdächtigen waren 856 (792) Personen männlich. 382 (339) Personen waren Nichtdeutsche. Ihr Anteil lag damit bei 33,5 Prozent.

Der Anstieg der Straftaten zieht sich nahezu durch alle Deliktsbereiche:

• Rohheitsdelikte (vor allem Körperverletzungen) von 324 auf 378

• Einfacher Diebstahl von 322 auf 370

• Schwerer Diebstahl von 168 auf 181 (darunter Wohnungseinbrüche von 14 auf 16)

• Betrug von 198 auf 192

• Sachbeschädigung von 239 auf 281

• Betäubungsmittelkriminalität von 229 auf 176

Von Kreisbote

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