Schutz vor Fahrraddiebstahl

Polizeiliche Kriminalprävention gibt Tipps – Fahrradpass bietet zusätzliche Sicherheit

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Die Polizei gibt Tipps, wie man sich vor Fahrrad-Dieben schützen kann.

Region – Fast 277 880 Fahrräder wurden im vergangenen Jahr laut Polizeilicher Kriminalstatistik in Deutschland als gestohlen gemeldet. Damit sind die Fallzahlen von Fahrrad-Diebstählen gegenüber dem Vorjahr mit etwas mehr als 292 000 polizeilich registrierten Fällen zwar zurückgegangen. Dennoch ist die Zahl der als gestohlen gemeldeten Räder hoch. Auch in der Region muss die Polizei immer wieder Diebstahlsmeldungen aufnehmen. Wie man sich schützen kann, erklärt Dr. Stefanie Hinz, Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

reichen, um Fahrräder vor Langfingern zu schützen: Ein stabiles und ausreichend großes Schloss, mit dem das Rad zum Beispiel an einem Fahrradständer fest angeschlossen werden kann, ist essentiell“, sagt Hinz. Nur das Vorder- und Hinterrad zu blockieren, reiche dagegen als Schutz nicht aus. „Diebe können blockierte Räder mühelos wegtragen oder verladen.“

Wurde ein Rad gestohlen, ist es wichtig, dass der Besitzer der Polizei die individuellen Daten des Rads, zum Beispiel Rahmen- oder Codiernummer nennen kann. Nur so kann die Polizei das Rad, sollte es aufgefunden werden, dem rechtmäßigen Eigentümer zuordnen. Am besten notieren Radbesitzer diese Daten in einem Fahrradpass. Neben der Rahmennummer ist es hilfreich, Marke und Typ des Fahrrads in einem Fahrradpass zu notieren und ein aktuelles Foto des Rads dazu zu legen.

Tipps von der Expertin

„Nutzen Sie stabile Ketten-, Bügel- oder Faltschlösser mit massivem Schließsystem aus hochwertigem Material, zum Beispiel durchgehärtetem Spezialstahl“, erklärt Hinz. Das Fahrrad sollte zudem immer mit dem Rahmen, Vorder- und Hinterrad an einem fest verankerten Gegenstand wie etwa einem Fahrradständer oder Laternenpfahl angebunden werden. Auch das zusammenschließen mit anderen Fahrrädern sei eine gute Möglichkeit. Nicht zu vergessen: In Fahrradabstellräumen sollte das Rad ebenfalls gesichert werden.

„Wenn Sie ein Elektrofahrrad abstellen, nehmen Sie wertvolle Zubehörteile wie den Akku und das Display unbedingt immer mit oder sichern Sie diese mit einem zusätzlichen stabilen Schloss“, rät Hinz. Die Akku-Schlösser vieler Elektrofahrräder reichen laut der Meinung der Expertin als Diebstahlschutz nicht aus.

„Vermeiden Sie es, Ihr Rad in dunklen Ecken, auf einsamen Plätzen oder in schlecht einsehbaren Straßen abzustellen.“ Das Motto hierbei: Auch Öffentlichkeit schützt vor Diebstahl.

Mehr Informationen zum Schutz vor Fahrraddiebstahl sowie einen polizeilichen Fahrradpass zum Ausfüllen finden sich im Faltblatt „Räder richtig sichern“ der Polizei. Das Faltblatt ist in jeder (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstelle kostenlos erhältlich oder kann im Internet heruntergeladen werden.

Hinz hat zudem noch einen weiteren Tipp: „Wenn Sie ein Smartphone besitzen, können Sie die Daten gleich mehrerer Fahrräder in der kostenlosen Fahrradpass-App der Polizei speichern und diese, falls nötig, ausdrucken oder per E-Mail verschicken, zum Beispiel im Fall eines Diebstahls an die Polizei oder Ihre Versicherung.“ Die Fahrradpass-App ist kostenlos im App Store beziehungsweise im Google Play Store verfügbar.

Von Kreisbote

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