Straftaten gehen leicht zurück

Polizeipräsidium Oberbayern Süd präsentiert Sicherheitsbericht für 2019

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Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd gingen die Straftaten 2019 um 1,3 Prozent zurück.

Region/Weilheim-Schongau – „Im Jahr 2019 hat sich der positive Tendenz der vergangenen Jahre bei der rückläufigen Entwicklung der Kriminalität bestätigt“, so Polizeipräsident Robert Kopp.

Die registrierten Straftaten, bereinigt um ausländerrechtliche Delikte, hätten in „unserem Zuständigkeitsbereich“ einen neuen statistischen Tiefstand erreicht. Der Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd beinhaltet eine Fläche von 9 178 Quadratkilometern, 438 Kilometern Grenzverlauf zu Österreich und mit der Zugspitze den höchsten Punkt Deutschlands. Geografisch wird er durch die kreisfreie Stadt Rosenheim, sowie die neun Landkreise Altötting, Bad Tölz-Wolfratshausen, Berchtesgadener Land, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach, Mühldorf am Inn, Rosenheim, Traunstein und Weilheim-Schongau gegliedert. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd ist mit seinen Dienststellen für die Sicherheit von 1 284 346 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2019) zuständig.

„Auch unsere hervorragende Aufklärungsquote des Vorjahres blieb mit 72,2 Prozent nahezu gleich“, so Kopp weiter. Die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik, mit weniger Straftaten als noch vor zehn Jahren, belege den hohen und etablierten Sicherheitsstandard im südlichen Oberbayern.

„Trotz dieser positiven Entwicklung ist uns bewusst, dass das Sicherheitsgefühl unserer Bevölkerung beeinträchtigt ist. Ich sehe es als gemeinsame Aufgabe von Politik, Justiz und Polizei, den Bürgerinnen und Bürgern im südlichen Oberbayern zu vermitteln, dass die objektive Sicherheit über Maß gewährleistet ist und sie sich sicher fühlen können“, erklärt der Polizeipräsident. Das Risiko im südlichen Oberbayern Opfer einer Straftat zu werden sei deutlich geringer, wie in vielen anderen Regionen der Bundesrepublik. Der vorliegende Sicherheitsbericht mache dies noch einmal „sehr deutlich.“

Ziel sei es, diesen hohen Sicherheitsstandard zu erhalten – „mit gezielter Prävention und einem hohem Druck auf Täter durch unsere repressive Kriminalitätsbekämpfung.“ Insbesondere das Phänomen „Callcenterbetrug“ aber auch mehr Straftaten in der virtuellen Welt durch „Cyber-Kriminalität“ würden eine Intensivierung der Maßnahmen abverlangen. „Denn Stillstand bedeutet gerade hier einen Rückschritt“, so Kopp.

Die Nähe zur Bevölkerung und der stetige Austausch den Bürgern sei der Polizei „eine Herzensangelegenheit und Elemente einer verbindenden und erfolgreichen Sicherheitsarchitektur.“ Dazu zähle die bewährte „Notrufoffensive 110“. „Helfen Sie uns, damit wir Ihnen helfen können! Ihre Mitteilungen über verdächtige Wahrnehmungen tragen dazu bei, unsere Region noch sicherer zu machen.“ Die Tatsache, dass sich immer mehr Gemeinden und Städte für die Einführung einer ehrenamtlichen Sicherheitswacht entschieden hätten, empfindet Kopp als sehr erfreuliche Entwicklung.

„Sicherheit im Herzen – Zukunft im Blick! Getreu unserem Motto werden wir uns auch künftig gemeinsam mit anderen Behörden, Feuerwehren sowie mit Hilfs- und Rettungsdiensten für die bestmögliche Sicherheit und ein gutes Sicherheitsgefühl der Menschen im südlichen Oberbayern einsetzen“, so der Polizeipräsident abschließend.

Im Jahr 2019 wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd 54 768 Straftaten in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. Dies bedeutet erneut einen leichten Rückgang um 717 Straftaten beziehungsweise 1,3 Prozent.

Im Ergebnis ist die Zahl der registrierten Straftaten nahezu identisch wie vor zehn Jahren. Dies beruht laut dem Sicherheitsbericht nicht nur auf verringerten Fallzahlen in Verbindung mit der Zuwanderung, sondern auf einem generellen Rückgang in verschiedenen Deliktsbereichen. Ohne ausländerrechtliche Straftaten wurden 48 155 Delikte – deutlich weniger als noch vor zehn Jahren – registriert.

Landkreis Weilheim-Schongau

Im Landkreis Weilheim-Schongau stieg die Zahl der Straftaten insgesamt von 4 485 im Vorjahr auf 4 701. Das bedeutet ein Plus von 4,8 Prozent. Die Aufklärungsquote fiel 2019 mit 69,9 Prozent niedriger als 2018 (71,2 Prozent) aus. Die aktuelle Häufigkeitszahl liegt bei 3 473. Sie ist eine Messgröße, um die Kriminalitätsbelastung in bestimmten Regionen festzulegen und sie dadurch mit der in anderen Regionen vergleichbar zu machen. Tatverdächtige gab es 2019 2 639, im Vorjahr waren es 2 370 Personen.

Von Kreisbote

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