»Deine Zeit ist jetzt«

Freisprechungsfeier der Maler- und Lackiererinnung Oberland

Freigesprochene Junggesellen.
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Robert Mateyka (2.v.r) mit den freigesprochenen Junggesellen. Vorne von links die Innungssieger Christoph Ginter, Felipe Wellinger und Tobias Herrmann.
  • Bernhard Jepsen
    VonBernhard Jepsen
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Polling/Landkreis – Beste berufliche Perspektiven wurden den 27 Absolventen bei der Freisprechungsfeier der Maler- und Lackiererinnung Oberland bescheinigt. „Fachkräfte werden künftig noch mehr gesucht, als sie es ohnehin schon sind“, prognostizierte Innungsobermeister Robert Mateyka in seiner Festrede.

Die Freisprechungsfeier fand traditionell im Pollinger Bibliothekssaal statt. Die Maler- und Lackiererinnung hat zu dem historischen Gemäuer einen ganz besonderen Bezug: Vor sechs Jahren half sie bei dessen Renovierung im Rahmen eines Lehrlingsprojekts mit. Der Bibliothekssaal verlieh der Freisprechung auch heuer wieder einen würdigen Rahmen: „Merkt Euch den Anlass, denn er ist Ausdruck der gesellschaftlichen Bedeutung der Handwerker-Ausbildung“, ließ Mateyka die Nachwuchshandwerker wissen. Zu den Prüfungen waren 34 Azubis angetreten. Die Durchfallquote hat sich gegenüber dem Vorjahr etwas erhöht. Die Durchschnittsnote im praktischen Teil betrug 3,0 (2020: 2,6) und im theoretischen 3,6 (2020: 3,5). „Das ist eine stabile Tendenz – auch in schwierigen Zeiten“, so Mateyka in Anspielung auf die Corona-Krise. Als Innungssieger wurden Felipe Wellinger (Ausbildungsbetrieb: Florian Palmberger, Ettal) und Christoph Ginter (Georg Ginter GmbH, Pähl) sowie als zweite Innungssieger Maximilian Steigenberger (Hansjörg Junker, Dießen) und Tobias Herrmann (Gräfe in Color, Weilheim) ausgezeichnet.

„Deine Zeit ist jetzt!“: Das war eine immer wiederkehrende Redewendung in Mateykas Festrede. Der Obermeister appellierte an die Junggesellen, „Zeit“ als kostbares Gut zu verstehen und selbige nicht zu verschwenden: „Die Lehrzeit ist um, aber die Zeit geht weiter.“ Das Maler- und Lackiererhandwerk würde beste Zukunftschancen bieten: „Bleiben Sie dabei. Sie haben alle Möglichkeiten. Sie werden einen sicheren Arbeitsplatz und ein gutes Einkommen haben“, so Mateyka. Auch wenn die Veränderungen im Berufsleben immer rasanter werden würden, Maschinen könnten die Arbeit der Maler- und Lackierer auch in Zukunft nicht ersetzen. Die Gesellen, so Mateyka, sollten die breite Palette an Weiterbildungsangeboten nutzen und sich ehrenamtlich sowie politisch engagieren: „Nimm´ Dir die Zeit dafür!“

Grußworte sprachen zudem Pollings Bürgermeister Martin Pape („Das Handwerk hat goldenen Boden“), Kreishandwerksmeister Michael Andrä („Das Handwerk ist eine tragende Säule der Gesellschaft“) und Wolfgang Taffertshofer: „Die Maler und Lackierer bringen nicht nur Farbe ins Spiel, sondern auch viele neue Ideen. Das tut uns in Deutschland gut“, erklärte der Vize-Landrat.

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