Bernd Zimmer als Dialogpartner

Pollinger Künstler in »Die Farben der Avantgarde« vertreten

Pollinger Künstler Bernd Zimmer
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Der Pollinger Künstler Bernd Zimmer ist derzeit in der Ausstellung „Die Farben der Avantgarde“ im Bernrieder Buchheim-Museum vertreten. Rechts sein Gemälde „Blauer Baum“ aus der Serie Reflexionen von 2010.
  • Dieter Roettig
    VonDieter Roettig
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Bernried – Bernd Zimmer, international renommierter und vielfach ausgezeichneter Maler aus Polling, ist derzeit nicht nur mit der von ihm initiierten Künstlersäulenhalle Stoa169 in aller Munde. Im Bernrieder Buchheim-Museum steht der 1948 geborene Künstler als „Dialogpartner der Gegenwart“ klangvollen Namen wie Max Beckmann (1884-1950), Erich Heckel (1883-1970) oder Emil Nolde (1867-1950) gegenüber. In der bis zum 11. November 2021 angesetzten Sonderausstellung „Die Farben der Avantgarde“ hängen seine Gemälde wie der berühmte „Blaue Baum“ aus der Serie Reflexionen zwischen den ganz großen Vertretern der Avantgarde.

Die Maler damals haben kräftige, ungebrochene Farben verwendet, die in harten Kontrasten zueinander stehen. Die Themen, die in ihren Farbkompositionen zum Ausdruck kamen, waren Erotik, Freundschaft, Naturerleben, Alltagsszenen oder Transzendenzerfahrungen. Die 80 aktuell gezeigten Gemälde stammen aus Beständen des Buchheim-Museums, aus der Sammlung Hermann Gerlinger sowie von privaten Leihgebern. Gegliedert sind sie weder chronologisch noch nach Namen und Bildinhalten, sondern bewusst nach den Farben und Kontrasten, die in ihren Kompositionen jeweils zentral sind. Stellvertretend ausgewählt wurden neun Farben, die im Expressionismus besonders wichtig sind: Gelb, Orange, Rot, Pink, Blau, Türkis, Grün, Braun und Schwarz.

Wie Museumsdirektor Daniel J. Schreiber betont, soll die Ausstellung wegführen von einer kunsthistorischen Betrachtung. Sie solle vielmehr die Augen, Herzen und den Geist öffnen für die Wunder der Farbe in der Malerei. Die Ausstellung sei eine Einladung zum Schauen, Fühlen, Denken und ein Anstoß, das Leben freier, offener und phantasievoller zu gestalten.

Was viele Kunstfreunde nicht wissen: Bernd Zimmer, aus Planegg stammend, hatte schon als Schuljunge erste Kontakte mit dem deutschen Expressionismus auf dem Dachboden von Lothar-Günther Buchheim, mit dessen Sohn er befreundet war. Der Lebensweg führte Zimmer mit seinen Gemälden immer wieder in das Bernrieder Museum der Phantasie. Unvergessen sind auch seine Holzschnitt-Performance mit der Motorsäge oder sein „Gipfelgespräch“ mit Bergfex Reinhold Messner.

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