Blasmusik in allen Facetten

Pollinger Musikverein stimmt aufs Frühjahr ein

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Der mehrfach ausgezeichnete Alfred Tkaczik und Ehefrau Karin wurden vom Verein noch mit einer „Auszeit in Meran“ beschenkt.

Polling – „Blasmusik kann Menschen begeistern und zusammenbringen“, eröffnete der Vorsitzende des Pollinger Musikvereins am Ostersonntag das erste von zwei ausverkauften Frühjahrskonzerten. Alfred Tkaczik hatte nicht zu viel versprochen. In dem dreistündigen Konzert, bei dem auch Partnervereine aus Tirol und von der Moselregion zu Gast waren, zogen die circa 50 Musikerinnen und Musiker alle Register ihres Könnens.

Seit 1998 ist dieses Konzert ein Höhepunkt im Jahresablauf des Musikvereins. Zu Franz von Suppés Ouvertüre „Banditenstreiche“, einer Melodienfolge aus dem Singspiel „Im weißen Rößl“ (Benatzky/Stolz/Gilbert) und weiteren Stücken aus der konzertanten Blasmusik schwang Dirigent Bernd Schuster den Taktstock. Gerhard Treibl- mair moderierte das Programm launig und mit viel Detailwissen zu den vorgetragenen Stücken. Als Überraschung entlockte Florian, einer von fünf aus der musikalischen Tkacziks-Familie, dem „ungewöhnlichen Soloinstrument Amboss“ mit einem Hammer rhythmische Klänge. 

Frühjahrskonzert Polling

 © Maria Hofstetter
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Dass Pollings Musiker sehr aktiv sind, zeigte der anschließende Ehrungsreigen, zu dem Arthur Keck, stellvertretender Bezirksleiter des Musikbundes von Ober- und Niederbayern (MON), in die Tiefenbachhalle gekommen war. Alfred Tkaczik wurde für 40-jährige aktive Mitgliedschaft im Musikverein, für sein vielfältiges Engagement und die Förderung der Blasmusik mehrfach geehrt: Von der Bundesvereinigung deutscher Musikverbände mit der Verdienstmedaille in Gold mit Diamant, vom MON mit der Ehrennadel in Gold und sein Heimatverein überraschte ihn ebenso. 

Bernd Berg, Dirigent der Jugendkapelle (31 Mitglieder) und zweiter Dirigent des Musikvereins, hat sich um den Nachwuchs verdient gemacht – der MON würdigte die 15 Jahre Funktionärstätigkeit mit der Verdienstmedaille in Silber. 

Ehrennadeln in Bronze bekamen für 15-jähriges Mitwirken Ulrich Gilg, Martin und Christian Gabler sowie Martin Morgenroth überreicht. 

Ramona Fuchs und Andreas Mayr ehrte der Musikverein für ihre zehnjährige aktive Unterstützung. 

Nach der Pause übergab Bernd Schuster den Dirigentenstab an Bernd Berg, der dem begeistert folgenden Publikum mit der Jugendkapelle einen flotten Marsch („Dämmerschoppen“) und Highlights aus der Filmmusik von „Mary Poppins“ präsentierte. Simon Loy brachte mit seiner Soloeinlage in der „Dachziegelpolka“ tatsächlich eine Dachplatte zum Klingen. 

Im letzten Teil des Konzertes kam wieder das große Orchester unter Leitung von Bernd Schuster auf die Bühne. Es spannte den Bogen von swingendem Bigband-Sound über ein Medley mit Hits aus den 1980ern zur traditionellen Blasmusik mit Polka, Walzer und Marsch. Das Publikum erklatschte sich noch etliche Zugaben wie den bayerischen Defiliermarsch.

Maria Hofstetter

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