Bürger für Weilheim präsentieren Wahlprogramm

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Wollen sich (weiter) für Weilheim engagieren: V.re.: Brigitte Holeczek mit den Stadtratskandidaten Dr. Claus Reindl, Bettina Pyko (neu), Hubert Schwaiger (neu), Rupert Pentenrieder.

Weilheim – „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, leitete die Fraktionsvorsitzende der BfW Brigitte Holeczek das Pressegespräch ein, als sie zusammen mit vier Stadtratskandidaten im Pöltner Hof das Wahlprogramm für die Jahre 2020 bis 2026 präsentierte.

Wofür sich die BfW mit dem Ersten Bürgermeister Markus Loth an der Spitze in den folgenden sechs Jahren in der Kreisstadt stark machen wollen, haben sie in ihrem Wahlprogramm an folgenden Schwerpunktthemen festgemacht: Stadtentwicklung, Energie und Klimaschutz, Mobilität, Wirtschaft, Soziales und Kultur, Sport, Freizeit und Tourismus.

Im Wahlkampf wie im späteren Handeln wollen die BfW „sachlich bleiben“ und „die besseren Argumente zählen lassen“. Als „großes Pfund“ ihrer Fraktion bezeichnete es Holeczek, „dass wir nicht parteigebunden sind und unabhängig handeln können“.

Mittelfristig sprechen sich die BfW gegen das Ansiedeln neuer Wohngebiete am Ortsrand aus. „Maßvoll nachverdichten und höher bauen“ lautet ihre Devise. Der ökologische Ausgleich könnte über den Stadtwald erfolgen.

Auch die Gewerbegebiete sollen „mit Augenmaß weiterentwickelt“ werden. In der Diskussion um eine „dringend notwendige“ Entlastungsstraße gelte es nach Meinung der BfW vor der Festlegung auf eine Variante erst das Ergebnis der noch ausstehenden Bürgerbefragung abzuwarten. Nicht in Frage kommen für sie eine ortsnahe Ost- und die lange West-Umfahrung.

„Viel Luft nach oben“ sieht die Fraktion für die Nutzung alternativer Verkehrsmittel, die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Freiflächen oder den Ausbau von naturnahen Tourismus- und Freizeitmöglichkeiten an der Ammer.

Was in der Kreisstadt Weilheim aus Sicht der BfW noch fehlt: Tages- und Kurzzeitpflegeplätze, ein Digitalisierungsbeauftragter im Rathaus und ein besseres Sporthallenangebot –„die Stadt muss sich beim Neubau der Turnhallen am Gymnasium beteiligen“ – sind drei Beispiele aus dem Wahlprogramm, in dem die BfW auch ihr Team für die Kommunalwahlen am 15. März vorstellen.

Den Flyer der BfW werden die Weilheimer demnächst aus ihren Briefkästen holen. Elf der insgesamt 30 Anwärter für ein Mandat sind bereits im aktuellen Stadtrat vertreten und finden sich auf der neuen Wahlliste wieder.

Das Durchschnittsalter der 30 Kandidaten liegt bei knapp 53 Jahren.

Von Maria Hofstetter

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