Mit Praktika zum Job

Der Andrang bei der mittlerweile sechsten Jobmesse in der Weilheimer Stadthalle war riesig – von Seiten der Aussteller und der Jugendlichen. Sogar aus den Nachbarlandkreisen reisten Mädchen und Burschen an, um sich über die Vielfalt an Berufen zu informieren.

Dass die Information auf der Messe das Wichtigste ist, macht schon der Empfang für die Jugendlichen deutlich. Am Eingang erhalten sie einen Stoffbeutel, um das ganze Infomaterial zu sammeln. Auf dem Weg zu den einzelnen der nahezu 60 Stände ist teilweise kein Durchkommen – so viel Andrang ist bei den Ausstellern. Weil sie nicht eingeladen war, übt die IG Metall jedoch Kritik. Mancher erkennt neue Trends unter den künftigen Auszubildenden. „Die Anfragen zum berufsbegleitenden Bachelorstudium steigen“, stellt Michael Stief, Leiter des Personalmanagements der Kreissparkasse Schongau, fest. Die Jugendlichen hätten zudem konkrete Fragen zu Struktur der Ausbildung und Weiterbildungsmöglichkeiten. Dass immer mehr Frauen im Handwerk Fuß fassen wollen, stellt Otto Lohbichler von der Schreinerinnung fest: „Ich weiß nicht wieso, aber es waren bisher mehr Mädchen als Jungs an unserem Stand.“ Eine von ihnen ist Ramona Zaus. „Das Handwerk macht mir Spaß“, sagt die Schülerin aus Dießen, die bisher ein Praktikum als Industriemechanikerin gemacht hat. Was sie in ihrer Ausbildung lernen und umsetzen können, verdeutlicht das Unternehmen „Zarges“ mit einer Vereinzelungsan- lage, die von ehemaligen Auszubildenden gebaut wurde. „Sie gibt Kugelschreiber und Süßigkeiten heraus“, erklärt ihr Mit-Erbauer Martin Bartl, der mittlerweile von „Zarges“ übernommen worden ist. In einen Beruf rein schnuppern und sich dann entscheiden, scheint das Credo der Messebesucher zu sein. „Viele fragen bei uns wegen Betriebspraktika nach“, stellt Thomas Hark, Ausbilder bei „Zarges“, fest. „Ein Praktikum ist immer gut. Ruf an und mach einen Termin aus“, rät „Convotherm“-Azubi Maria Dolge der Schongauer Realschülerin Stephanie Alesch. Fast jeden der knapp 60 Messestände hat sie mit ihren Eltern bereits besucht und sich informiert. „Die Messe ist sehr gut zur Berufsfindung“, findet Papa Frank Alesch, in der Hand einen Stoffbeutel, der propper voll mit Infomaterial ist. Konkrete Hinweise zu den Bewerbungen gibt Barbara Mayr, Ausbildungsleiterin bei der Raiffeisenbank. „Viele wissen nicht, dass man sich bereits mit dem Zwischenzeugnis der neunten Klasse bewerben kann“, stellt sie bei der Jobmesse fest.

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