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Praxisklasse der Mittelschule Huglfing schnuppert in Holz- und Metallberufe

Vorteil durch Praktika

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„Immer gleichmäßig. Gut so“. Peter Wimmer (li.) lobt die Hobelarbeit Manuels. Die Gruppe „Holzberufe“ schaut ihrem Mitschüler gespannt zu. Re.: Sabine Kramer, Mechthild Bartl (MS Huglfing), Franz Gietl (BS).

Weilheim – An einem Samstag flogen in der Lehrwerkstätte der Weilheimer Berufsschule die Holzspäne, wurden glühende Metallstücke auf dem Amboss bearbeitet.

Die elf Schüler der Praxisklasse Huglfing schnupperten in zwei Gruppen in Holz- und Metallberufe, die sie vorab ausgewählt hatten. Es war aber mehr als schnuppern, es war ein Reinschmecken in den Beruf und die Berufsschule. Demonstriert und geübt wurde in der Holzgruppe das Sägen, Hobeln, Messen, bei den „Metallern“ die Tätigkeiten Anreißen, Zuschnitt, Schmieden, Schweißen und die Oberflächenbehandlung. Die bearbeiteten Werkstücke – handgeputzte Brotzeitbretter und Kerzenständer – durften nach der Fertigstellung als bleibende Erinnerung zum Vorzeigen mit nach Hause genommen werden.

Vor dem praktischen Teil hatten die Schüler im Rahmen einer Vorstellung eine Führung durch alle Bereiche der Berufsschule erhalten. „Das war heute super. Wir haben viel Neues gesehen und gelernt. Am interessantesten war die praktische Arbeit“, beschrieb der 16-jährige Kevin den Vormittag. Für ihn war der Schnuppertag nur eine letzte Bestätigung. Sein Beruf „Metallbauer“ steht bereits fest. Seine Aussage zum Nutzen der Praktika wurde von Mitschüler Jonas voll bestätigt. „Das sollte an allen Mittelschulen so durchgeführt werden“, sagte er. Überzeugt von der Motivation ihrer „Schüler“ waren auch die eingesetzten Fachlehrer. „Die sind echt super drauf“, lobte Gundolf Lang seine „Nachwuchsmetaller“. Die Kooperation zwischen den beiden Schulen läuft bereits im achten Jahr und das mit großem Erfolg. „Das Konzept ist top. Wir nehmen jährlich bis zu zwölf Schüler aus dem gesamten Landkreis in unsere Klasse auf. Sie werden intensiv in der Berufsorientierung betreut. Wir besuchen in zwölf Wochen verschiedene Ausbildungsbetriebe. Übrigens gute Praktika-Zeugnisse haben ein starkes Gewicht beim Lehrherrn. Alle Schüler finden ihren Berufsweg. Die Finanzierung der Maßnahme wird vom Europäischen Sozialfonds (ESF) übernommen“, berichtete die verantwortliche Sozialpädagogin Sabine Kramer.

Die Huglfinger Mittelschule ist nach ihrer Aussage die einzige, die den Kooperationstag an der Berufsschule jährlich durchführt. Andere eher in unregelmäßigen Abständen, so der BS-Fachlehrer für Metall, Franz Gietl, im Kurzinterview.

Interessenten für die Praxisklasse können sich ab sofort im Sekretariat der Mittelschule melden, Tel. 08802/359.

Von Georg Müller

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