Runder Tisch für gutes Miteinander

Problemfall Murnauer Bucht

Ein trauriger Anblick: Die zugemüllte Bucht am Murnauer Staffelsee
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Ein trauriger Anblick: Die zugemüllte Bucht am Murnauer Staffelsee

Murnau – In der Murnauer Bucht ist es in letzter Zeit zu Ruhestörungen und Verunreinigungen durch Abfall gekommen. Deshalb rief Bürgermeister Rolf Beuting am vergangenen Montag einen Runden Tisch ein.

Teilgenommen haben neben Beuting Karl Widmann (Zweiter Bürgermeister in Seehausen), der kommissarische Leiter der Polizeiinspektion Murnau Rudolf Schedler, Vertreter der Geschäftsleitung, des Ordnungsamts, des Bauamts, der Liegenschaftsverwaltung und der Öffentlichkeitsarbeit, der Kinder- und Jugendvertretung und des Marktgemeinderats sowie Pächter und Betriebsleiter des Kiosk Bucht 27.

Alle Anwesenden zeigten viel Verständnis für die Situation der Jugendlichen, die sich über ein Jahr lang durch die coronabedingten Einschränkungen nicht treffen konnten und nun ihren Schulabschluss bei bestem Wetter feierten, heißt es in einer Mitteilung des Marktes. Doch in dem Ausmaß – Ruhestörungen und Vermüllung der Wiese – sei dies nicht tragbar. Vor allem die Glasscherben von Flaschen und Gläsern stellen eine ernstzunehmende Gefahr dar, auch für die Feiernden selbst. Dass Anwohner über mehrere Nächte hinweg nicht schlafen können und dass teilweise Sachbeschädigungen vorliegen, sei nicht hinzunehmen

Feiern mit Rücksicht

An den Pranger stellen will Bürgermeister Beuting jedoch niemanden: „Es sind nicht ausschließlich Jugendliche, die ihren Müll hinterlassen und laut feiern, das wissen wir.“ Er selbst sei am vergangenen Wochenende spätabends in der Bucht gewesen und habe das Gespräch mit den Feiernden gesucht. „Wir wollen niemanden aus der Bucht vertreiben“, so Beuting, „es ist ein wunderschöner Ort und der ist für alle da. Es darf sehr gerne dort gefeiert werden, aber mit Rücksicht auf die Mitmenschen und die Natur.“ Ab 22 Uhr gilt die Nachtruhe, ab diesem Zeitpunkt müssen Musikboxen abgeschaltet sein und es sollte sich ausschließlich in Zimmerlautstärke unterhalten werden. Müll ist ordnungsgemäß zu entsorgen oder wieder mitzunehmen. Die Notdurft ist in den Toiletten, nicht in der Natur, zu verrichten.

In der Runde wurden verschiedene Maßnahmen festgelegt, die nun umgesetzt werden: Der gemeindliche Bauhof hat bereits weitere Mülleimer aufgestellt, es soll eine Flaschensammelstelle eingerichtet werden und am Kiosk gibt es kostenlose Mülltüten. Auch wird weiterhin das direkte Gespräch vor Ort mit den Feiernden gesucht. „Wir hoffen, dass sich die Menschen an die Regeln halten, denn wir möchten die Wiese und den Zugang zum See nicht sperren müssen“, sagt Florian Krammer, Leiter des Ordnungsamtes.

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Von Kreisbote

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