Fürs Tierwohl im Einsatz

Projekt Kinder helfen Bienen an Peißenberger Schulen

Projekt Kinder helfen Bienen
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Die Teilnehmenden des Projektes Kinder helfen Bienen an der Josef-Zerhoch-Mittelschule und der Staatlichen Realschule Peißenberg mit Bürgermeister Frank Zellner, der Schulleiterin der Mittelschule Susanne Coldwell, Biologielehrer André Emmrich, Judith N. Scheuring und dem Schulleiter der Realschule Armin Thefeld (vorne v. li.) vor ihrem Ausflug in die Imkerschule.
  • Britta Sölla
    VonBritta Sölla
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Peißenberg – Nachdem aufgrund der allgemeinen Situation im vergangenen Jahr keine Projektarbeit im Rahmen von Kinder helfen Bienen stattfinden konnte, startete nun auch die Josef-Zerhoch-Mittelschule wieder mit einem kurzen Projektangebot.

Auf freiwilliger Basis kamen 12 Schüler*innen der fünften und sechsten Klassen viermal am Nachmittag zusammen und erfuhren alles Wissenswerte rund um die Biene. „Bei dem schönen Wetter, das wir zeitweise hatten, brauchte es dazu einiges an Motivation“, lobt Rektorin Susanne Coldwell die Schüler. Sie freute sich, dass man den Faden wieder aufnehmen konnte. Die Mittelschule sammelte seit Beginn des Projekts 2012 schon einige der Zertifikate, die nach erfolgreichem Abschluss eines Kinder helfen Bienen-Projekts vergeben werden, und dieses Jahr wird also wieder eines hinzu kommen. Coldwell betonte, wie wichtig es sei, die Kinder auch über den normalen Unterricht hinaus für ihre Umwelt zu sensibilisieren. Das Bienensterben sei mittlerweile überall Thema und auch die Folgen des Klimawandels zeigten sich schon andeutungsweise.

Dem Projekt angeschlossen hat sich dieses Jahr auch die Staatliche Realschule Peißenberg, wo sich zwei sechste Klassen mit ihren Lehrern André Emmrich und Elfriede Knissel im Rahmen des Biologieunterrichts zwei ganze Vormittage lang mit der Biene vertraut machen durften. Schulleiter Armin Thefeld bedankte sich bei Bürgermeister Frank Zellner dafür, denn der Markt Peißenberg, der Kinder helfen Bienen dieses Jahr mit 2 400 Euro unterstützt hat und damit ein Jahr Projektarbeit an den Peißenberger Schulen und Kindergärten finanzierte, ist ja nicht Träger der Realschule. Auch Thefeld merkte an, dass im Bezug auf die Umwelt ein Umdenken stattfinden müsse. Diesen Prozess bei den Kindern anzustoßen, dazu leiste Kinder helfen Bienen einen wertvollen Beitrag. Neben der Biene an sich und der Arbeit des Imkers ist nämlich auch der Insektenschutz ein Thema. Wenn man bedenkt, dass 80 Prozent aller Pflanzen auf Bestäubung durch Insekten angewiesen sind, ein wichtiger Punkt. Den Löwenanteil an der Bestäubungsarbeit übernimmt übrigens die Biene.

Auch Bürgermeister Zellner freute sich, dass das Projekt in diesem Jahr wieder aufgenommen werden konnte. „Es wirkt, wenn Kinder in puncto Umweltbewusstsein geschult werden. Diese erziehen dann ihre Eltern“, konnte er aus eigener Erfahrung berichten. Über das Sponsoring von Kinder helfen Bienen hinaus tut die Gemeinde noch mehr für Bienen und andere Insekten: Grünflächen werden so spät wie möglich gemäht, möglichst mit insektenfreundlichen Samenmischungen bepflanzt und man versucht, pestizidfrei zu arbeiten.

Als Abschluss des Projekts machten kurz vor Schuljahresende einige der beteiligten Schüler einen Ausflug in die Imkerschule des Bezirks Oberbayern in Landsberg und konnten sich dort ein Bild von einem imkerischen Großbetrieb machen. Gefragt, was ihnen bisher am besten gefallen habe, kam spontan die Antwort: „Der Besuch am Bienenstand.“

Honig konnte dort in diesem Jahr jedoch keiner geerntet werden. „Das Wetter verhielt sich in diesem Jahr leider nicht imkerlich wünschenswert“, erklärte Judith N. Scheuring von Kinder helfen Bienen. „Die Bienen brauchen das bisschen, das sie eingebracht haben, um sich selbst zu versorgen.“

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