Fünf Zettel erwarten die Wähler am Sonntag

Neun Kreuze für die Demokratie

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Briefwähler konnten bereits in den letzten Wochen ihre Stimmen abgeben, alle anderen Wahlberechtigten können dies am Sonntag tun.

Landkreis – Nicht nur einen Stimmzettel, sondern gleich einen ganzen Packen bekommt jeder, der am Sonntag, 15. September, zur Wahl geht. Leicht kann man bei so viel Papier durcheinander kommen. Aber eigentlich ist das Wählen ganz einfach.

Der Landtag setzt sich aus 180 Abgeordneten zusammen. Durch Überhangs- oder Ausgleichsmandate können noch ein paar mehr dazukommen. 90 Abgeordnete werden mit der Erststimme im jeweiligen Stimmkreis gewählt. Die andere Hälfte bekommt ihr Mandat mit der Zweitstimme für den Wahlkreis. 

Mit der Erststimme entscheidet sich ein Wähler direkt für einen Stimmkreisabgeordneten, der seine Partei im Landtag vertreten soll. Dies geschieht mit einem Kreuz auf dem kleinen weißen Zettel. Doch auch die Stimmen, die nicht an den Sieger gehen, sind nicht verloren. Für die Sitzverteilung werden Erst- und Zweitstimmen zusammengezählt. Die Gesamtstimmen entscheiden dann darüber, wie viele Sitze jede Partei im Landtag bekommt. 

Die Zweitstimme für den Wahlkreisabgeordneten ermöglicht den Wählern außerdem, die Reihenfolge auf den Listen zu ändern. Auch wenn der zweite weiße Zettel riesig ist: Auch hier ist nur ein Kreuz erlaubt. Das Ankreuzen einer Liste ist ebenfalls zulässig.

Bei der Bezirkswahl gibt es zwei Zettel in blau. Auf dem kleinen ist ein Bezirksrat im Stimmkreis direkt wählbar, auf dem großen ein Vertreter für den Wahlkreis. 

Zuletzt heißt es dann noch, über die fünf Volksentscheide auf einem gelben Zettel abzustimmen. Mit nur neun Kreuzen kann also jeder Berechtigte mitentscheiden.

Von Ursula Gnadl

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