Das Radom ist ab Juli Baustelle – Hülle wird ausgetauscht – Exponate müssen ins Depot

Bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Industriedenkmal Radom Raisting begrüßte Vorsitzender Ronald Sinda den positiven Beschluss des Kreistages, der eine wesentliche Voraussetzung für den Erhalt des Denkmals Radom geschaffen hatte. In einer kurzen Zusammenfassung stellte er dar, was sich der Verein im vergangenen Jahr vorgenommen hatte, was erreicht wurde und was nun zu tun ist. „Ab Juli wird das Radom in Raisting eine Baustelle“, erklärte Heinz-Günther Hetterich, Geschäftsführer der Radom GmbH.

Der Auftrag für den Austausch der Hülle ist erteilt, nachdem durch Zusammenarbeit von GmbH, Landkreis, Landesamt für Denkmalpflege, Landesstiftung, Bund und anderen die Finanzierung gesichert war. Rund 2,9 Millionen Euro stehen nun zur Verfügung. Die Einstufung als Denkmal von nationaler Bedeutung habe dabei eine wesentliche Rolle gespielt. Bis Juni müssen nun alle Exponate ins Depot, dafür hat der Landkreis Räume angemietet. Der Förderverein ist gefordert, bis dahin die Exponate nicht nur zu dokumentieren und in eine Datenbank einzupflegen, sondern sie auch ins Depot zu bringen. Dann fanden die Neuwahlen der Vorstandschaft statt. Erster Vorsitzender bleibt Ronald Sinda, ebenso dessen Stellvertreter Eckehart Jahreis. Schatzmeisterin ist nun Margarete Wasnick, Schriftführer bleibt Walter Ral. Im Beirat schieden aus: Dr. Sabine Vetter und Herbert Krebs. Neu gewählt wurden Agnes Schütz, Clemens Marcuse, Johannes Schmidbauer und Ottfried Werking. Bürgermeister Max Wagner erklärte, dass sich die Gemeinde Raisting unterstützend in das Projekt einbringen werde, nachdem sich der Bezirk Oberbayern mit seinem Plan verabschiedet hatte, im Radom ein Museum unterzubringen. Joachim Koch, der in den 60er-Jahren im Auftrag der Deutschen Bundespost und der Firma Siemens die erste Radomhülle aufgebaut hatte, zeigte in einem Film, wie damals in den USA bei der Firma Birdair Hüllenherstellung und Montage durchgeführt wurden. Jörg Rehm von der Firma Barthel & Maus, der den Hüllenaustausch leiten wird, beschrieb das neue Hüllenmaterial und die Montage. Abschließend wurde das Projekt „ESMO“ der Technischen Universität München vorgestellt: Eine Gruppe von Studenten reaktiviert die Antenne, um damit mit dem Satelliten „Moon Orbiter“ zu kommunizieren. Das Projekt wird unterstützt von der ESA (European Space Agency).

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