Besuchermagnet im Radom: Sonderausstellung "50 Jahre Mondlandung" wird verlängert

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Ohne das Radom wäre keine Live-Übertragung der Mondlandung möglich gewesen.

Raisting – Die Besucherzahlen im Radom in Raisting sind regelrecht nach oben geschossen, wie der Geschäftsführer der GmbH dem Kreistag berichtete. Grund für den Ansturm war die Sonderausstellung „50 Jahre Mondlandung“, die seit Juni in dem Denkmal zu sehen ist. Daher wird die Ausstellung nun auch im nächsten Jahr fortgesetzt.

Die Welt konnte das Ereignis der Mondlandung zu Hause am Fernseher live mitverfolgen. Dass das möglich war, dazu trug auch die Erdfunkstelle Raisting einen wesentlichen Teil bei.

Am 16. Juli 1969 startete Apollo 11 mit drei US-Astronauten an Bord Richtung Mond. In der Nacht vom 20. auf den 21. Juli dann der Höhepunkt der Mission: Neil Armstrong und Buzz Aldrin setzten ihre Füße auf den Mond.

Die Bilder davon durchliefen einen weiten Weg und viele Stationen, bevor sie in Europa ankamen. Vom Mond gingen sie über Australien, Kalifornien, Houston-Texas, schließlich per Nachrichtensatellit zu vier Empfangsstationen in Europa, darunter die Erdfunkstelle Raisting. Insgesamt benötigten die Bilder vom Mond über Raisting bis zu den Bildschirmen zu Hause etwa drei Sekunden.

Diese technische Leistung der Erdfunkstelle mit der Antenne 1 im Radom, auf dem europäischen Kontinent erstmals Live-Übertragungen zu verwirklichen, machte es zu einem Industriedenkmal von „herausragender nationaler Bedeutung“, heißt es auf der Internetseite. „Hier wurde weltweite Kommunikation in Echtzeit realisiert.“

An dieses bedeutende Ereignis erinnert die Sonderausstellung „50 Jahre Mondlandung – Aufbruch in das Weltall“, welche sich, laut Geschäftsführer Jakob, zum Besuchermagneten 2019 entwickelt hat. Aufgrund dieses Erfolges soll sie nun auch im nächsten Jahr noch zu sehen sein.

Von Astrid Neumann

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