Radweg bei Aidenried: Lücke ist nun geschlossen

Sicher unterwegs am Ammersee

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Zufriedene Gesichter bei der Eröffnung des neuen Radwegs bei Aidenried (v.li.): Anwohner Herbert Riegger, Max Keller (ADFC), Starnbergs Landrat Karl Roth, Michael Kordon, Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Landtagsabgeordneter Harald Kühn, Pähls Bürgermeister Werner Grünbauer, Eva Welker vom Staatlichen Bauamt und Radfahrer Karl Thurner. 

Aidenried – Es sind nur 400 Meter. Ein solches Tamtam für ein kleines Stückchen Radweg? Bei der Eröffnung des neuen Abschnittes am Ammersee bei Aidenried wurde aber schnell klar: Diese Neuerung betrifft sehr viele Menschen.

Eltern, deren Kinder aus den Radlanhängern winken, Senioren, die auf ihren E-Bikes den Ausblick genießen, Jugendliche, die auf dem Weg zum See sind: Bei der Einweihung des neuen Radwegs zeigte sich anschaulich, dass der Weg am See entlang stark frequentiert ist. Kaum zu glauben, dass diese Menschen hier noch vor kurzer Zeit direkt auf der unübersichtlichen Straße unterwegs waren. Eine Gefahr für Radler und die rund 5 500 Autofahrer, die die Straße täglich nutzen.

Doch nun ist endlich geschafft, was schon so lange gefordert wurde. Die Lücke zwischen den angrenzenden Radwegen konnte überbrückt werden. „Die 400 Meter haben es in sich gehabt“, erklärte Michael Kordon, Leiter des Staatlichen Bauamts in Weilheim, den Anwesenden. Bereits vor vielen Jahren, noch nicht als Leiter der Behörde, hatte er sich mit der Sache beschäftigt und geglaubt: „Das wird nie was.“ Umso glücklicher ist er über das Ergebnis.

„Es ist schwierig, in so einem engen und hochsensiblen Gebiet zu bauen“, verwies er auf viele Kriterien, die zu beachten waren. Bäume, die „mit Holz eingepackt“ werden mussten; der See, der vor möglicherweise austretendem Öl oder Benzin bewahrt werden soll, Leitungen in der Erde und sogar archäologische Untersuchungen: Um alle Stellen und ihre Hinweise zu beachten, galt es, einen ausführlichen Ablaufplan zu erstellen. Hinzu kam die Einschränkung, das die Straße nur während der Schulferien gesperrt werden konnte.

Dennoch sind die Arbeiten innerhalb des fünfmonatigen Zeitplans fertig geworden. In dieser Zeit wurde die Straße bis zu zehn Meter versetzt, um dem drei Meter breiten Weg Platz zu machen. Außerdem wurde die Parkbucht neu angelegt. Die Kosten blieben mit 590 000 Euro, die der Freistaat finanziert, sogar deutlich unter der ersten Schätzung.

„Es ist ein schönes Beispiel, wie man miteinander etwas erreichen kann“, dankte Kordon unter anderem den Grundeigentümern, den verschiedenen zuständigen Stellen und auch allen drei beteiligten Landkreisen. Das gibt Hoffnung für andere schwierige Projekte“, zeigte sich Kordon begeistert.

„An anderen Stellen wären wir froh, wenn wir einen kleineren Radweg bekommen würden“, spielte auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß auf den Weg zwischen Fischen und Dießen an. „Die Hoffnung ist noch nicht gestorben“, sagte sie mit Blick in Richtung Harald Kühn.

Der Landtagsabgeordnete versprach daraufhin auch, dass wenn in den aktuellen Untersuchung der Gemeinde Pähl neue Erkenntnisse auftreten, die Sache noch einmal geprüft werde.

„Geht nicht, gibt‘s nicht“, glaubt auch Werner Grünbauer noch an eine zufriedenstellende Lösung, denn das Stück bei Aidenried sei immerhin auch ein komplizierter Fall gewesen. „Ich freue mich, dass man hier nun gefahrenfrei radeln kann“, schätzte Pähls Bürgermeister dies als besonders wichtig ein, wenn der „Naherholungstross aus München“ an den Wochenenden anreist.

Starnbergs Landrat Karl Roth kündigte dann auch schon die nächste Neuerung an, die auch den Radlern zugutekommt: Auf dem nahen Erholungsgelände sind neue Toiletten und ein Steg vorgesehen.

Von Ursula Gnadl

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