Zwei Planvarianten der Radwege stehen im Fokus

Geplanter Radwegebau zwischen Peißenberg und Oberhausen beschäftigt Gemeinderäte

Geplante Radwege und ihre Varianten zwischen Peißenberg und Oberhausen
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Die verschiedenen Varianten für den beabsichtigten Radwegebau im Überblick.

Peißenberg – Seit vielen Jahren schon bemühen sich Peißenberg und Oberhausen um eine alltagstaugliche Radwegeverbindung zwischen ihren Ortschaften. Die beiden Gemeinderäte haben sich nun für zwei Planvarianten ausgesprochen, die von den Behörden näher untersucht werden sollen.

Der beabsichtigte Radwegebau zwischen Peißenberg und Oberhausen ist nach wie vor eine zähe Angelegenheit. Ob jemals eine Trasse gebaut werden kann, ist durchaus fraglich. Es gibt zahlreiche Hürden: Unter anderem geht es um Kosten, um umweltschutzrechtliche Auflagen und nicht zuletzt auch um die Verfügbarkeit von Grundstücken. In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Peißenberg signalisierte Kreiskämmerer Norbert Merk erneut die Bereitschaft, dass sich der Landkreis an der Finanzierung beteiligt. Ein Großteil der Kosten soll aber über Förderprogramme abgedeckt werden. Selbige haben jedoch gewisse Kriterien, zum Beispiel wird verlangt, dass der Radweg als Route für den Schüler- und Alltagsverkehr asphaltiert wird: „Das gefällt niemandem, der Frau Landrätin nicht und mir auch nicht“, räumte Merk zwar ein, aber: Bei Nichteinhaltung der Zuschusskriterien wäre das Ergebnis „null Prozent Förderung“: „Also irgendwo an der Ammer eine Brücke bauen und den Rest so lassen wie er ist, das wird nicht gehen.“ Der Kreiskämmerer spielte damit auf die Routenvariante „3“ an, die auf dem bestehenden Kiesweg am nördlichen Ammerdamm verlaufen und dann über eine neue Ammerbrücke Richtung Oberhausen abzweigen würde. Ein weiteres K.o.-Kriterium für Trasse „3“ sind die Kosten. Das Staatliche Bauamt beziffert den Brückenschlag auf 2,6 Millionen Euro.

Wie schon zuvor der Oberhausener Gemeinderat sprachen sich auch die Peißenberger Kollegen mit breiter Mehrheit für eine nähere Untersuchung der Varianten „1“ (entlang der Kreisstraße WM 15) und „2“ (Maxlried - Brücke über die Eyach – Reiterhof „O´Malley & Friends) aus. Beide Routen wären mit geschätzten zwei Millionen Euro deutlich billiger als Variante „3“. Route „2“ verläuft allerdings zum großen Teil durch FFH-Gebiet und Biotopflächen. „Die Naturschutzverbände hauen uns das um die Ohren“, warnte Peter Blome (SPD). Die Erfolgsaussichten für die Genehmigungsplanung seien deshalb bei Route „1“ am größten.

Aber auch die Route entlang der WM 15 birgt Unwägbarkeiten: Auch sie führt teilweise durch FFH-Gebiet. Das größere Problem ist aber, dass für den Radwegebau neben der Kreisstraße Grundstücksflächen benötigt werden. Inwieweit die Eigentümer zur Abtretung bereit sind, ist unklar. „Eigentlich hat man uns da immer signalisiert, dass da nichts möglich ist“, gab Manuela Vanni (Peißenberger Liste) zu bedenken. Und Merk meinte, dass man für den Grund auch „keine Fabelpreise“ zahlen könne. In der nächsten Woche wird sich der Kreistag mit dem Thema „Radwegebau zwischen Peißenberg und Oberhausen“ befassen.

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