Ausschuss spricht sich gleichzeitig für geplante Sanierungsmaßnahmen von Kreisstraßen aus

Radwegekonzept kommt voran

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Auf der Kreisstraße von Oberhausen nach Peißenberg wird seit Langem ein Radweg gefordert.

Landkreis – Sowohl was das Kreisstraßeninvestitionsprogramm als auch das künftige Radwegekonzept für den Landkreis anbelangt, sprach sich der Kreisausschuss einstimmig dafür aus, die bereits aufgenommenen Maßnahmen sukzessive in der vorgesehenen zeitlichen Reihenfolge umzusetzen.

Eine Ausnahme wurde jedoch gemacht mit dem Beschluss, den Bahnübergang Peißenberg an der WM 13 nicht in der Prioritätenliste verschwinden zu lassen, momentan ist er als letzter Punkt aufgeführt. Stattdessen soll er schnellstmöglich angegangen werden.

Angestoßen hatte das Ausschussmitglied und stellvertretender Landrat Karl-Heinz Grehl. Seiner Meinung nach sei der Bahnübergang „eklatant gefährlich“. Allerdings sei man in diesem Fall von der Bahn abhängig, so Hans Rehbehn, Pressesprecher des Landratsamtes. Wenn die Bahn dort mit der Arbeit beginne, werde der Landkreis auch einsteigen.

Zuvor hatten die Mitglieder des Kreisausschusses mit Vertretern des Staatlichen Bauamtes und der Landkreisverwaltung eine Kreisstraßenbereisung vorgenommen. Ausgangspunkt war das bisher in den Kreishaushalt eingestellte Investitionsprogramm. Ein besonderes Augenmerk wurde auf drei mögliche Ortsduchfahrts-/Umfahrungssituationen in Eberfing, Schwabniederhofen und Bernbeuren gelegt. Außerdem wurden zwei mögliche Projekte für ein künftiges Radwegekonzept besichtigt.

Im Kreisstraßeninvestitionsprogramm für die Jahre 2017 bis 2020 sind circa 14  Mio. Euro vorgesehen. Nach Abzug der zu erwartenden Förderung muss der Landkreis jährlich ungefähr 2 ,5 Mio. Euro investieren. Die Maßnahmen seien notwendig, um dem Verschleiß der Kreisstraßen kontinuierlich entgegenzuwirken und die derzeit größten Bedarfe mittelfristig abzudecken, wie es in der Beschlussvorlage heißt.

Was das Radwegekonzept anbelangt, sei inzwischen ein Planungsbüro gefunden worden. Es soll Anfang November mit der Arbeit beginnen und in circa einem Jahr fertig sein, so Rehbehn, der als Projektleiter fungiert. Das Radwegkonzept ist laut Rehbehn in erster Linie für Schüler und Pendler gedacht. Alle betroffenen Gemeinden werden sich mit dem Straßenbauamt zu einer gemeinsamen Sitzung treffen, sagte Rehbehn weiter. Dabei soll ein sogenanntes Wunschroutennetz für den gesamten Landkreis erstellt werden. Auf dieser Basis wird das beauftragte Büro die Radwege abfahren und einen Maßnahmenplan erstellen. Für das Konzept sind 50 000 Euro eingeplant.

Die Idee für ein solches Vorhaben gebe es schon länger und der ADFC hätte es schon einige Male eingefordert. Das Konzept bezieht sich nicht nur auf Kreisstraßen, sondern auch auf Gemeindestraßen oder ausgebaute Feldwege, die Orte miteinander verbinden.

Von Sofia Wiethaler

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