Als Dank fürs Ehrenamt

Raisting ehrt ausgeschiedene Kommunalpolitiker

(v.li.): Bürgermeister Martin Höck, Karl-Werner Schrepfer, Tobias Mayr, Rudolf Zemek, Stefanie Welzmüller, Rupert Mayer, Josef Schüßler, Monika Parigger-Wolf und Vize-Bürgermeister Konrad Schönherr.
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Mit Corona-Verspätung zeichnete die Gemeinde Raisting die ausgeschiedenen Gemeinderäte mit dem Ortswappen aus. Unser Bild zeigt (v.li.): Bürgermeister Martin Höck, Karl-Werner Schrepfer, Tobias Mayr, Rudolf Zemek, Stefanie Welzmüller, Rupert Mayer, Josef Schüßler, Monika Parigger-Wolf und Vize-Bürgermeister Konrad Schönherr.
  • Dieter Roettig
    VonDieter Roettig
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Raisting – Mit coronabedingter Verspätung, dafür umso feierlicher, hat Bürgermeister Martin Höck die bereits am 30. April 2020 ausgeschiedenen Gemeinderäte gebührend verabschiedet. Musikalisch begleitet von der Blaskapelle Raisting fand der Empfang im Kulturhaus der Otto-Hellmeier-Stiftung statt. Ein würdiger Rahmen, der aufgrund der überaus großen Leistungen und des besonderen Einsatzes dieser langjährigen Kommunalpolitiker angemessen sei, wie der Bürgermeister betonte.

In seiner Laudatio führte Martin Höck aus, dass ein Amt im Gemeinderat ehrenamtlich und damit ohne Entgelt und ohne Blick auf eigene Vorteile ausschließlich im Interesse der Allgemeinheit ausgeübt werde. Es sei eine bewusste Entscheidung der Mandatsträger, sich für ihre Mitmenschen und die Dorfgemeinschaft einzusetzen. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement würde die Selbstverwaltung der Kommunen nicht funktionieren. Die Arbeit im Gemeinderat sei eine Tätigkeit, die durchaus Mut erfordere. Manchmal müssten unangenehme Entscheidungen zum Nutzen der Dorfgemeinschaft getroffen werden.

Für das Tun und Abstimmungsverhalten erhielten die Gemeinderatsmitglieder sehr schnell Rückmeldungen. Leider meist von denen, die nicht damit einverstanden sind. Andererseits gebe es aber einen Energieschub durch Lob und Dank der Bürger. Ein Engagement im Gemeinderat gebe auch den Rhythmus für die private Lebensgestaltung vor. Sitzungen und Veranstaltungen zur Feierabendzeit und an Wochenenden seien manchmal belastend für das Familienleben, so Martin Höck. Ein Grund, warum man die Partnerinnen und Partner der Ex-Gemeinderäte mit einem Danke-Präsent bedachte, überreicht vom zweiten Bürgermeister Konrad Schönherr.

Letztlich werde der Einsatz in der Kommunalpolitik mit der Freude belohnt, gemeinsam etwas erreichen und umsetzen zu können. Das spüre er als Bürgermeister mit der überwiegenden Zufriedenheit der Raistinger über die positive Entwicklung des Ortes und die guten Lebensbedingungen. Höck nannte einige Beispiele aus den zwei letzten Legislaturperioden, an denen die ausgeschiedenen Gemeinderäte maßgeblich mitgearbeitet haben. Wie die Ortsumfahrung Pähl, die Sanierung von Schulturnhalle und Kreuzkapelle, den Bau des Trinkwasserhochbehälters, den Breitbandausbau, die Erweiterung des Gewerbegebiets Süd, den Bau der Seniorenwohnanlage, die Sanierung des Rathauses, das Nahwärmenetz oder die Brücke über die Rott zur Ertlmühle.

Für zwölfjähriges Engagement im Gemeinderat wurden Rudolf Zemek und Rupert Mayer mit dem Gemeindewappen geehrt. Zemek zeichnete sich aus als Sport- und Gewerbereferent, Mayer als unentbehrliches Bindeglied zwischen Gemeinde und der Landwirtschaft. Für jeweils sechs Jahre im Gemeinderat wurden geehrt: Stefanie Welzmüller, die sich besondere Verdienste bei der Planung und Umsetzung der zentralen Nahwärmeversorgung für die kommunalen Liegenschaften erworben hat; Josef Schüßler, der neben Ortsverschönerung und Asyl-Helferkreis auch die Richtlinien für die Vergabe von Gewerbegrundstücken und des Einheimischenmodells mit erarbeitet hat; Karl-Werner Schrepfer, maßgeblich beim Erwerb des Kindergartens St. Raphael beteiligt und zuständig für Kirchen und Friedhof; Monika Parigger-Wolf, engagiert in Kindergärten und Schule sowie zuständig für das äußere Erscheinungsbild des Rathauses; Tobias Mayr, der für das positive äußere Erscheinungsbild der Gemeinde im Netz verantwortlich zeichnete.

Das Schlusswort des Bürgermeisters, bevor es an das Buffet ging: „Ich darf mit großer Anerkennung sagen, Ihr habt Eure Arbeit wirklich gut gemacht und habt vieles bewegt.“

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