15 Wohnungen bis Herbst 2018 bezugsfertig – Raisting will ältere Bürger im Ort halten

Spatenstich für Seniorenwohnanlage

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Freude am symbolischen ersten Spatenstich für die Seniorenwohnanlage Raisting hatten v. li. Architekt Mathias Weiland, Bauleiter Alexander Keller, Bauleiter Ulrich Streit, Bürgermeister Martin Höck, Vizebürgermeister Konrad Schönherr, Gemeinderätin Albertine Kapfer und Gemeinderat Roland Tafertshofer.

Raisting – Bis zum Jahr 2050 wird jeder dritte Bundesbürger über 60 sein.

Dieser demographische Wandel wird auch den Wohnungsmarkt maßgeblich beeinflussen. Die Gemeinde Raisting mit ihren knapp 2 300 Einwohnern trifft jetzt schon Vorsorge, dass möglichst viele ältere Bürger in der gewohnten Umgebung ihres Heimatortes bleiben können und nicht in auswärtige Altersheime umsiedeln müssen. Auf dem Standort Wiesendanger an der Bahnhofstraße entsteht eine Seniorenwohnanlage für „selbstbestimmtes und barrierefreies Wohnen 60+“. In Anwesenheit des Gemeinderates fand jetzt der feierliche Spatenstich statt, bevor diese Woche die Bagger anrücken.

Das stattliche Gebäude mit 924 m2 Wohnfläche wird 15 Wohnungen zwischen 53 m2 und 76 m2 umfassen. Die Einheiten werden auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt und stellen aufgrund teilweiser Barrierefreiheit eine Alternative zur Heimunterbringung dar. Neben leicht bedienbaren Küchen und Kochnischen legt man Wert auf einen breiten rollstuhlgerechten Zugang zum Duschbad.

Neben einem großen Gemeinschaftsraum mit verschiedenen Zonen wird es auch ein Gäste-Appartement geben, wenn Besucher von auswärts mal übernachten wollen. Daneben ein kleines Büro für einen „Kümmerer“, der stundenweise anwesend sein wird. Damit auch die Senioren nicht auf ihre Mobilität verzichten müssen, gehören Garagen und Stellplätze für Autos zum Konzept ebenso wie ein Fahrradraum mit E-Bike-Ladestation. Die Gesamtkosten werden sich auf rund 2,6 Millionen Euro belaufen.

Seit fünf Jahren hat sich laut Bürgermeister Martin Höck die Gemeinde intensiv mit dem Thema Seniorenwohnheim beschäftigt. Diverse Objekte in der Region wurden besichtigt und verschiedene Standorte in Raisting begutachtet. Im Mai 2015 fiel dann die endgültige Entscheidung des Gemeinderates auf den Wiesendanger.

Beim Spatenstich dankte Bürgermeister Höck dem Gemeinderat für sein tatkräftiges Mitwirken und wünschte allen am Bau beteiligten Firmen einen guten und unfallfreien Verlauf. Allen voran Architekt Mathias Weiland aus Landsberg, Schneider Erd- und Tiefbau aus Peiting und der Baufirma M. Haseitl aus Schongau. Der Rohbau soll bis zum Spätsommer stehen. Mit dem Einzug der ersten Bewohner rechnet man mit Herbst 2018.

Bereits jetzt gibt es laut Bürgermeister Höck sehr viele Bewerbungen für eine Seniorenwohnung. Bevorzugt werden „in Ehren ergraute Roaschtinger“ und Menschen, die Wurzeln oder Verwandte in der Gegend haben.

Von Dieter Roettig

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