Bürgermeister-Tochter debütierte in Raisting als Ruatnmadl

Raistinger Betteltanz: Kuppelgaudi mit 105 Paaren

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Stolz präsentierten die Ruatnbuam ihre auserwählen Ruatnmadln im Gasthof Drexl. Unser Bild zeigt v.li. Markus Langner, Eva Höck, Severin Kölbl und Julia Robeller.

Raisting – Die bunte Dirndl- parade von 105 hübschen jungen Damen hätte auch beim Münchner Oktoberfest bestimmt für Aufsehen gesorgt! Aber sie blieb diesmal wieder exklusiv den Raistinger Bürgern und den zahlreichen Besuchern vorbehalten, die am vergangenen Montag den Weg zwischen den beiden Gasthöfen Drexl und Zur Post säumten und kräftig applaudierten.

Schließlich ist der schneidige Marsch der „Ruatnbuam“ und ihrer „Ruatnmadln“ mit den „paarungswilligen Damen“ aus der ganzen Region seit fünf Generationen Höhepunkt am Kirchweihmontag. Da bleiben in Raisting sogar die Geschäfte geschlossen, damit jeder mitfeiern kann beim zünftigen „Betteltanz“.

Raistinger Betteltanz 2019

 © Dieter Roettig
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Diese im ganzen Oberland einmalige Kuppelgaudi wird organisiert vom Burschenverein Raisting. Bis die  Kuppelgaudi am Kirchweihmontag mit ihren 105 Paaren starten konnte, mussten die Vereinsmitglieder im Vorfeld zwei Ruatnbuam wählen, die traditionsgemäß echte „Roaschtinger“ sein müssen.

Die begehrten Ämter fielen diesmal auf Markus Langner – 17 Jahre jung und Bankkaufmann – und auf den 20-jährigen Elektrotechnik-Studenten Severin Kölbl. Die beiden Freunde hatten in den vergangenen Wochen die schwierige Aufgabe, unverheiratete Burschen und Mädchen ab 16 Jahren für die Teilnahme zu gewinnen.

Und sie mussten auch noch heimlich ihre Ruatnmadln bestimmen. Erst nach dem Einmarsch im Gasthof Drexl, wo die 105 Damen auf ihre Abholung warteten, wurde mit viel Zauberei das Geheimnis gelüftet. Die gelben Rosensträuße, die neben der Rute beziehungsweise „Ruate“ und dem Weinkrug zu den Insignien der Ruatnbuam gehören, gingen an Eva Höck (21), Optikerin und Tochter des Raistinger Bürgermeisters Martin Höck, sowie an die 20-jährige Kinderkrankenschwester Julia Robeller.

Dem farbenfrohen Marsch durch die Gemeinde, angeführt von den Oberhauser Musikanten, ging in den Wochen vorher viel Akquisearbeit voraus. So mussten die Ruatnbuam mit dem berühmten Roaschtinger Charme junge Mädels und Burschen aus dem ganzen Oberland überzeugen, an der Kuppelgaudi mitzumachen. Und – noch ein Stück schwieriger – aus den Kandidaten dann vorläufige „Paarungen“ erstellen.

Der große Spaß nämlich beim Betteltanz ist folgender: Keines der Mädchen weiß, mit welchem jungen Mann sie für einen Nachmittag und Abend lang „verkuppelt“ wird. Dass schließlich je 105 humorvolle Vertreter der beiden Geschlechter zusammenkamen, lobte der Burschen-Vorstand Simon Kölbl ausdrücklich bei der offiziellen Eröffnung.

Angekommen im Gasthof Zur Post wurde jede der jungen Damen von den Ruatnbuam und -madln persönlich in den großen Saal geleitet, wo seit über einer Stunde die Burschen gewartet und sich Mut angetrunken hatten. Schließlich wusste man ja nicht, was da auf einen zukommt: Blond oder dunkel, zart oder mollig, Schülerin oder junge Ärztin?

Den ganzen Nachmittag über herrschte am Kirchweihmontag zur Tanzmusik der Oberhauser Musikanten Damenwahl, wobei die Mädchen den Wein für ihre temporären Begleiter zahlen mussten. Dafür übernahmen die Burschen die Getränkerechnung am Abend.

Mit ein paar Schoppen Wein tauten die jungen Leute schnell auf und die Tanzfläche füllte sich zusehends. Am Abend stießen zur fröhlichen Runde viele ehemalige Kuppelgaudi-Teilnehmer und auch stolze Eltern dazu. Es wurde geratscht, geschunkelt und getanzt bis zum Absacker in der Kellerbar.

Von Dieter Roettig

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