Wessobrunn Vorreiter

Rathausbesuche verstärkt am Computer – Wessobrunn-App kommt gut an

Marco Coppola und Bürgermeister Georg Guggemos vor dem Computer.
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Marco Coppola (links) vom Einwohnermeldeamt, das viel online abwickelte, mit Bürgermeister Georg Guggemos.
  • Roland Halmel
    vonRoland Halmel
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Wessobrunn – Bei der Breitbandversorgung hinkt Wessobrunn im Vergleich zu vielen Landkreisgemeinden weit hinterher.

Dafür liegt der Klosterort bei der Digitalisierung auf kommunaler Ebene weit vorne. Am Computer können die Bürger inzwischen zahlreiche Dinge erledigen, für die früher noch der Weg ins Rathaus nötig war. Zum Teil fallen dafür Verwaltungsgebühren an. Wie diese beglichen werden können, ist inzwischen geklärt. „Die Verwaltung hat Kontakt mit der Sparkasse wegen der elektronischen Zahlungswege aufgenommen“, berichtete Bürgermeister Georg Guggemos. Dabei stellte sich heraus, dass bei einer Zahlung mit Kreditkarte relativ hohe Gebühren anfallen. Als Alternative kam eine Bezahlung über PayPal ins Spiel, wofür sich die Gemeinde letztlich auch entschied. „Wegen der überschaubaren Gebühren und weil ein Großteil der Bevölkerung inzwischen so ein Konto besitzt und damit diese Art der Zahlung ziemlich populär ist“, erklärte Guggemos. Wobei Wessobrunn auch noch weitere Varianten zur Gebührenbegleichung prüfen will. „Wir müssen überlegen, welche elektronischen Zahlungswege noch sinnvoll sind und ebenfalls angeboten werden können“, meinte der Bürgermeister. Meldebescheinigungen anfragen, polizeiliche Führungszeugnisse oder Briefwahlunterlagen beantragen, Gewerbe oder Hunde an- und abmelden, Fundsachen oder Straßenschäden melden. Das alles ist inzwischen online in Wessobrunn möglich. „Wenn es jetzt noch Zertifikate oder digitale Unterschriften gäbe, könnten wir noch viel mehr machen“, berichtete Martin Krenner von der Verwaltung, der die Digitalisierung im Rathaus maßgeblich vorantreibt.

Sehr zufrieden zeigte sich der Rathauschef indessen auch mit der Resonanz auf die „Wessobrunn- App“, die rund 500 mal heruntergeladen wurde. „Sie wird gut angenommen. Sie ist ein wichtiges Instrument, um die Bürger bestmöglich und schnell zu informieren“, sagte Guggemos auf Nachfrage. „Wir wollen aber die ältere Bevölkerung nicht abhängen, deshalb ist auch das Mitteilungsblatt sehr wichtig.“Guggemos sieht die elektronischen Medien als Ergänzung. Deren Bedeutung haben inzwischen auch andere Kommunen erkannt. „Wir haben einige Anfragen dazu von anderen Gemeinden erhalten“, sieht sich Guggemos in der Kategorie der kleineren Gemeinden in Sachen Digitalisierung durchaus als Vorreiter. Auf diesem Status wollen sich die Wessobrunner aber nicht ausruhen. „Wir planen unsere Homepage zu erneuern, vielleicht noch in diesem Jahr“, erklärte Krenner.

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