Erst Entwicklungskonzept

Raumprobleme der Wessobrunner Feuerwehr im Gemeinderat diskutiert

Feuerwehrhaus Wessobrunn
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Das Wessobrunner Feuerwehrhaus. Der Anbau soll auf die linke (südliche Seite) kommen.

Wessobrunn – Platzprobleme gibt es bei den Feuerwehren in Forst und in Wessobrunn. Das ist schon seit geraumer Zeit bekannt. Wie die Situation der Floriansjünger im Klosterort verbessert werden kann ist noch offen. Zuletzt stand ein möglicher Anbau am Wessobrunner Feuerwehrhaus auf der Tagesordnung des Gemeinderats.

„Den Gedanken für einen Anbau haben wir schon einige Jahre. Wir haben keine Toiletten und keinen Gemeinschaftsraum, das wird von der Kreisbrandinspektion ständig bemängelt“, erklärte Gemeinderat Stefan Erhart, der gleichzeitig Chef der Wessobrunner Wehr ist, warum er dieses Thema besprechen wollte. Eine mögliche Idee, die Raumnot zu beheben, war der Ausbau des Stadels beim Feuerwehrhaus. Der Vorschlag wurde nach Angaben von Erhart aber verworfen. „Wir brauchen einen Anbau mit Umkleiden, einem beheizten Gemeinschaftsraum einem Büro und Toiletten“, nannte Erhard die Mindestanforderungen, die er bei dem Bau hat. „Duschen und ein Schulungsraum wären auch schön“, könnte sich Erhard auch die größere Variante vorstellen.

Gemeinderatskollege Tom Füller erstellte mit diesen Vorgaben auch schon einen ersten Planentwurf, der grob gerechnet rund 500 000 Euro kosten würde. „Das kommt mir ein bisschen hoch vor, ich hätte gesagt, dass es eher die Hälfte ist“, meinte dazu Erhard, der auch noch eine Absauganlage für die Fahrzeughalle auf seiner Wunschliste hat. „Das ist ein erster Entwurf, bei dem nur die Kubatur für die Kosten betrachtet wird. Da sind vielleicht auch ein paar Dinge zu viel drin“, meinte Füller zu seinen Plänen. Angesichts dieser Zahlen und der schwieriger werdenden finanziellen Rahmenbedingungen für die Gemeinde, mahnte Bürgermeister Georg Guggemos zur Vorsicht. „Das Innenentwicklungskonzept, das wir für Forst erstellten, fand ich wertvoll. Das sollten wir auch für Wessobrunn machen“, lautete sein Vorschlag, um eventuelle Synergie-Effekte oder Raumalternativen im Ort auszuloten. Für Vorarbeiten zu diesem Konzept schlug er Erhart vor, was jedoch auf wenig Gegenliebe stieß. „Ich kann es auch selber machen, aber dann wird es noch dauern, weil ich zur Zeit sehr viel am Hals habe“, meinte Guggemos, der dennoch vom Gemeinderat den Auftrag erhielt, dieses Entwicklungskonzept zu erstellen. „Wir brauchen den Anbau aber schnell“, machte Erhard davor die Dringlichkeit deutlich.

Ähnlich ist die Situation beim Löschfahrzeug der Wessobrunner Wehr, was der Kommandant auch zur Sprache brachte. „Unser Fahrzeug hat keinen Tank und deshalb werden wir bei bestimmten Dingen gar nicht mehr alarmiert“, stellte Erhard klar. Abhilfe könnte ein gebrauchtes Fahrzeug bringen. „Die Peißenberger wollen ihres verkaufen, das wäre zwar auch schon älter, aber es hätte einen Tank. Das wäre zumindest eine Lösung für die nächsten Jahre“, erklärte Erhard, der bei der Idee auf offene Ohren stieß. „Wenn die Modalitäten für den Kauf geklärt sind, kommt es auf die Tagesordnung“, versprach Guggemos.

Von Roland Halmel

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